SCW benötigt eine Hälfte Anlaufzeit


Langenberg (rol) - Wie einen Tag zuvor bei Arminia Bielefeld spielte der SC Wiedenbrück auch am Donnerstagabend 1:1 (0:1). Das Unentschieden gegen den Nord-Regionalligisten BSV Rehden in Langenberg war allerdings weniger überzeugend als die Leistung beim Bundesliga-Club aus Ostwestfalen.

Wiedenbrücks Nummer zwei Luca Beermann (r.) hatte in Hälfte zwei weniger zu tun als Marcel Hölscher vor der Pause.

Es war Ausdruck der schwächeren ersten Hälfte der Emsstädter, dass die Gäste nach 17 Minuten in Führung gingen. Zum wiederholten Mal passten die Abstände in der SCW-Deckung nicht. Bocar Djumo tauchte allein vor Wiedenbrücks Keeper Marcel Hölscher auf und ließ sich die Chance nicht entgehen. Vorausgegangen war ein Fehler von Manndecker Bjarne Pudel, der den Ball in der Vorwärtsbewegung verloren hatte. 

Arminia-Spiel steckt in den Knochen

„Man hat schon gemerkt, dass wir einen Tag nach dem Spiel in Bielefeld etwas müde waren“, ging Wiedenbrücks Trainer Daniel Brinkmann nicht allzu hart mit seinen Jungs ins Gericht. „Rehden war ausgeruhter, und eine schlechte Truppe ist das nicht.“ Es sei aber trotz allem ein guter Test mit Lerneffekt gewesen, ergänzte der Verantwortliche. „Einige meiner Spieler haben heute gemerkt, was in der Regionalliga gefordert wird.“ 

In Halbzeit zwei wirkte das SCW-Spiel zielstrebiger, weil die Wechsel und Umstellungen Wirkung zeigten. Tim Geller rückte von der Rechtsverteidigerposition vor die Abwehr und schloss in der Zentrale Räume. Daniel Latkowski hatte links in der Kette bessere Aktionen als Beytullah Özer, der in der ersten Halbzeit dort gespielt hatte. Saban Kaptan und Lukas Demming waren im Mittelfeld präsenter und kreativer. 

Demming trifft mit Traumtor zum 1:1

Apropos Demming. In der 63. Minute war der 21-Jährige für die schönste Szene der Begegnung zuständig. Einen zurückgelegten Ball nahm er direkt ab und brachte die Kugel mit einem fulminanten Schuss aus 25 Metern im Rehdener Kasten unter. „Ich wusste gar nicht, dass Lukas einen Vollspann hat“, frotzelte Daniel Brinkmann, der das Remis mit Blick auf die gesamte Begegnung als leistungsgerecht einstufte. 

SC Wiedenbrück: Hölscher (46. Beermann) - Geller, Zech (46. Böhmer), Pudel (46. Tia), Özer (46. Latkowski) - Liehr (46. Demming), Lohmar (46. Kaptan), Aciz (46. Brosowski) - Harouz

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