„Shotgun Ride“ liefert Rock, der abgeht



Gütersloh (jahö) - Kraftvolle Stimmen und ein energiegeladener Sound, der auch mal Platz für leisen Töne lässt: Das ist „Shotgun Ride“. Die Karriere der Band mit dem Gitarristen Lars Lenhardt, Sänger Uwe Taaken, Bassist Matthias Priesters und Schlagzeuger Ben Reichardt nimmt gerade Fahrt auf.

Startet durch: Die Rock-Band „Shotgun Ride“ mit (v. l.) mit dem Gütersloher Lars Lenhardt, Uwe Taaken, Ben Reichardt und Matthias Priesters.

Ihre Musik ist dreierlei: rockig, poppig und punkig. „Wenn wir uns in eine Schublade stecken ließen, dann würde sie den Namen Rockmusik tragen“, sagt Lenhardt. „Aber sie wäre so groß, dass jedes andere Genre auch Platz darin finden würde“, ergänzt er. Schließlich sei es wichtig, dass man sich als Musiker keine Scheuklappen aufsetze. „Rock, der abgeht“, mit diesen Worten ließen sich ihre Lieder deshalb am besten überschreiben. Schließlich soll die Musik dem Publikum und auch ihnen selbst vor allem eines: Spaß machen.

Dass das wirklich so ist, beweist ihr Debütalbum „Shotgun Ride“. Seit diesem Frühjahr ist es auf dem Markt. 13 Songs haben es auf jene Platte geschafft, die von den Musikern in arbeitsreichen Stunden produziert wurde. Die eine oder andere Nachtschicht vor Mikrofonen und Mischpult gehörte freilich dazu. Doch die Mühen haben die Männer gern in Kauf genommen. Denn ihre Musik kommt an – „ein wahnsinniges Gefühl“, wie Lenhardt nach ersten Auftritten in Gütersloh und Bielefeld betont.

Die Liedtexte stammen allesamt aus seiner Feder. In ihnen greift der Gütersloher Erlebtes auf. Dabei sei das Schreiben ein kreativer Prozess, in den auch die Ideen seiner Bandkollegen einfließen würden. „Ich bin immer wieder überrascht, welche Parallelen unsere Fans in der Musik finden“, erzählt der 44-Jährige. Da werden Vergleiche zu den ganz Großen gezogen: Guns n’ Roses oder Bruce Springsteen etwa. „Wenn ich davon erfahre, höre ich noch einmal genauer hin und denke: Ja, die haben recht“, sagt er und lacht.

Seit 2014 macht „Shotgun Ride“ die Bühnen unsicher. Seit vergangenem Jahr spielen die Vier in ihrer aktuellen Besetzung. Ehrgeizige Ziele haben sich die Vier aus Gütersloh, Schloß Holte, Bielefeld und Bad Salzuflen für die Zukunft gesetzt. Und das, obwohl sie unter der Woche fernab der Bühne zu finden sind – als Redakteur, Elektriker oder im IT-Bereich etwa. Derzeit arbeiten sie nicht nur an ihrem zweiten Album. Auch eine Unplugged-Version ihrer aktuellen Lieder ist in Planung. Und dann stehen die Vier im September auch noch bei WDR 2 als Band der Woche zur Wahl – viel Programm also.

 Da wird der Probenraum in Bielefeld-Sennestadt wohl wieder zum zweiten Wohnzimmer. Zweimal wöchentlich sind sie ohnehin dort anzutreffen. „Denn zufrieden sind wir erst, wenn sich alle vier mit den Liedern wohlfühlen“, betont Lenhardt.

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