Solarthermiefeld soll in Verl entstehen


Die Verler SPD bringt den Bau eines Solarthermiefelds ins Spiel. Damit könnte ein Teil der Energie gewonnen werden, die das Freibad benötigt.

Die SPD regt an, ein Solarthermiefeld in Verl anzulegen. Die Energie sollte ins Fernwärmenetz eingeleitet werden. Foto: dpa

Verl (gl) - Die SPD regt Prüfung und Planung eines Solarthermiefelds an. Die so gewonnene Energie soll in das Fernwärmesystem der Stadt Verl eingespeist werden. Ein Teil der Energie für das Verler Freibad könnte so produziert werden.

„Solarthermie nutzt die Sonneneinstrahlung zur Gewinnung von Wärme. Hierbei wird eine Flüssigkeit durch Vakuumröhrenkollektoren geleitet, die der Sonne ausgesetzt sind. Die Sonneneinstrahlung wird sodann in Wärmeenergie umgewandelt“, schreibt die Fraktion in einem Antrag an den Stadtrat. 

Im Kreis Gütersloh emittiere die Sonne pro Jahr durchschnittlich eine Megawattstunde pro Quadratmeter. Solarthermieanlagen mit Vakuumröhren könnten nach Angaben der SPD diese Energie (in Form von Wärme) zu etwa 70 Prozent verwerten. „Solarthermie gilt als effektivste Methode Sonnenenergie zu nutzen, danach folgen Photovoltaik und die Vergasung von Maissilage in Biogasanlagen“, schreibt die Fraktion.

Abkehr vom Erdgas

Bisher wird der überwiegende Anteil der in Verl produzierten Wärme, die über das Fernwärmesystem vertrieben wird, im Holzhackschnitzelwerk und in verschiedenen Blockheizkraftwerken, die über die Stadt verteilt sind, erzeugt. Als Brennstoffe kommen Holzhackschnitzel, Biogas (Maissilage) und Erdgas zum Einsatz.

 „Ein Blockheizkraftwerk ist durch seine gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme hoch effektiv, jedoch wird durch die Verbrennung Erdgas zum überwiegenden Teil in CO2 umgewandelt“, argumentiert die Fraktion. Das CO2 werde in die Luft abgegeben und sei mit für den Klimawandel verantwortlich.

Erweiterungspotenzial sollte vorhanden sein

Durch die Nutzung eines Solarthermiefelds sei es – je nach Größe – möglich, von Anfang des Frühjahrs bis tief in den Herbst hinein die Grundlast für die Versorgung der Verler Fernwärmekunden sicher zu stellen. Damit könne in diesem Zeitraum auf die Verbrennung von Erdgas verzichtet werden. Die Sozialdemokraten führen als Beispiel die Stadtwerke Senftenberg in Brandenburg ins Feld, die auf 8300 Quadratmeter Kollektorfläche 4 Gigawatt Energie erzeugen.

Der Standort des Solarthermiefelds sollte eine gute Einbindung in das bestehende Fernwärmenetze erlauben. Auch Erweiterungspotenzial sollte vorhanden sein.

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