Stadt Oelde will Luftfilter beschaffen


Oelde (rh) - Innerhalb weniger Wochen hat sich die Sachlage gedreht: Hatte die Oelder Verwaltung in der letzten Ratssitzung vor den Ferien noch erklärt, vorerst nicht vorzuschlagen, Luftfilteranlagen für Schulen und Kitas zu beschaffen, soll nun bereits am Montag eine Ausschreibung gestartet werden.

Die Stadt Oelde wird für alle Grundschulklassen, die Räume der Jahrgangsstufen 5 und 6 sowie für die Kitas mobile Luftfiltergeräte beschaffen.

Nicht nur in der Bevölkerung hatten sich zahlreiche Fürsprecher einer Anschaffung gefunden. Auch innerhalb der Oelder Politik hatte sich vor diesem Hintergrund schnell abgezeichnet, dass das letzte Wort in der Sache noch nicht gesprochen sein sollte. Wünsche die Politik eine Anschaffung, müsse sie aktiv werden, hatte die Verwaltung Ende Juni im Rat erklärt, und so kam es: Am Freitag, 16. Juli, übergaben alle Ratsfraktionen einen gemeinsamen Antrag.

Prüfungen schnell erfolgt

Nun sind, wie die „Glocke“ auf Nachfrage erfuhr, die geforderten Prüfungen erfolgt und es gibt einen Umsetzungsvorschlag. Dass die Politik diesen über eine Dringlichkeitsentscheidung mitträgt, ist verabredet. Nicht umgesetzt wird in Oelde die im Max-Planck-Institut entwickelte Lüftungsvariante. Diese hat sich laut Stadt bei näherer Prüfung als weniger wirksam und als teurer erwiesen. Auch andere stationäre Varianten kommen als Ergebnis der Prüfungen aus Sicht der Verwaltung nicht in Frage.

Beschafft werden sollen deswegen nun 200 mobile Luftfilteranlagen für alle Klassenräume der Grundschulen und der weiterführenden Schulen für die Jahrgangsstufen 5 und 6 (Hintergrund: Für Kinder bis zwölf Jahren ist aktuell kein Impfstoff zugelassen) sowie für alle Kitas in der Stadt, auch wenn, wie die Verwaltung erklärt, in den Ferien „noch kein flächendeckender Kontakt“ mit den freien Trägern in dieser Angelegenheit möglich gewesen sei. Die städtischen Kitas Langstrümpfe und Sprösslinge würden definitiv mit Luftfiltern ausgestattet.

Finanzbedarf von 160 000 Euro

Fest steht auch: Fördermittel wird die Stadt nicht einplanen können. Mobile Geräte würden nur gefördert, wenn Räume nicht auch über Fenster gelüftet werden könnten, doch dies gebe es in Oelder Schulen und Kitas kaum. Als Gesamtsumme für 200 Geräte nennt die Stadt auf Anfrage 160 000 Euro – dieses Volumen erfordert eine Ausschreibung.

Damit das von der Politik ausgegebene Ziel erreicht wird, die Geräte spätestens nach den Herbstferien in Oelde zu haben, soll die Ausschreibung bereits am Montag starten. Das Ergebnis soll nach zehn Tagen feststehen, die Lieferung innerhalb eines Monats erfolgen. Im Idealfall könnten die Geräte im September da sein.

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