Statt Symbolpolitik konkrete Maßnahmen



Everswinkel (gl) - Keine Notwendigkeit für die Ausrufung des „Klimanotstands“, wie es die Everswinkeler Grünen fordern, sieht die CDU des Vitusdorfs. Schließlich befinde sich die Gemeinde bereits auf einem guten Weg, wie die Christdemokraten in einer Stellungnahme begründen.

Statt den Klimanotstand auszurufen, fordert die CDU mehr konkrete Maßnahmen wie weitere Blühstreifen.

 „Schon seit 2008 hat sich die Everswinkel den Klimaschutz als ein wichtiges Ziel auf die Fahnen geschrieben. Seitdem nimmt die Gemeinde am European Energy Award (kurz EEA) teil und ist bereits zweimal ausgezeichnet worden“, so die CDU weiter.

Ein wichtiger Aspekt des EEA sei die energetische Sanierung kommunaler Gebäude. In jedem Jahr bespreche die CDU-Fraktion im Rahmen ihrer Haushaltsklausur intensiv die von der Gemeinde vorgeschlagenen Verbesserungen/Sanierungen der gemeindeeigenen Gebäude. „Aktuell wird das Haus der Generationen sowie demnächst die Fest- und Sporthalle in Everswinkel energetisch saniert. Auch für die Turnhalle in Alverskirchen ist ein Austausch von Fenstern geplant“, schreiben die Christdemokraten.

Durch das Energieleitbild 2016 der Gemeinde solle der ÖPNV, der Radverkehr und der nichtmotorisierte Nahverkehr gefördert werden. Die Verwaltung verfüge aktuell über ein E-Fahrzeug sowie ein E-Auto bei der GWE. Auf Betreiben von Bürgermeister Sebastian Seidel, der Verwaltung und des Bürgerteams Alverskirchen gebe es in beiden Ortsteilen Car-Sharing-Angebote. Weitere Schlagworte seien Veloroutenkonzept, sowie das Energieleitbild.

Bewusst habe die CDU-Fraktion darauf verzichtet, eine energieautarke Gemeinde als Zielformulierung auszugeben, um eine weitere Verspargelung der Landschaft nicht bewusst zu fördern. „Die Gemeindewerke liefern ausschließlich zertifizierten Öko-Strom. Im Übrigen verfügt die Verwaltung seit Jahren über einen Umweltberater, der sich um die Belange von Umwelt- und Klimaschutz kümmert. Dieser hat bereits mit guten Aktionen auf das Thema aufmerksam gemacht und Bürger dazu angeregt, selbst einen Beitrag zu leisten“, schreiben die Christdemokraten.

Den Klimanotstand auszurufen lehnt die CDU Fraktion ab. „Statt Symbolpolitik sollten wir lieber über konkrete Maßnahmen nachdenken“, resümiert Fraktionsvorsitzende Dirk Folker. Daher habe die CDU einen eigenen Antrag eingebracht, Nistkästen für Vögel aufzuhängen, aber auch weitere Blühstreifen auf gemeindeeigenen Flächen anzulegen. „Gleichwohl bleibt die CDU offen für weitere konkrete Maßnahmen in Sachen Klimaschutz“, ergänzt Ratsmitglied Werner Lemberg.

Der Antrag der Grünen zur Ausrufung des Klimanotstands wird am Donnerstag, 26. Oktober, in öffentlicher Sitzung des Planungsausschusses ab 18 Uhr im Everswinkeler Rathaus diskutiert.

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