Straßensanierung in Gütersloh verzögert sich 


Gütersloh (rebo) - An sechs Tagen in der Woche wird an der Großbaustelle Friedrich-Ebert-Straße in Gütersloh gearbeitet. Die Sanierung soll auf diese Weise möglichst zügig vorangetrieben werden.

Erster Bauabschnitt: (v. l.) Alfons Buske, Leiter des Fachbereichs Tiefbau, Sven Teune, Bauleiter der Firma Röver, und Klaus Meiertoberens, Projektleiter beim Fachbereich Tiefbau auf der Baustelle Friedrich-Ebert-Straße.  

Aber weil bei der Erneuerung einer Straße, die etwa 50 Jahre alt ist, immer wieder Unvorhergesehenes eintritt, wird sich der Abschluss des ersten Bauabschnitts doch etwas verzögern.

Kanal in Gehweg verlegt 

„Als wir die Asphaltschicht abgefräst haben, ist vor dem Volksbank-Gebäude ein Kanal freigelegt worden, der nur eine geringe Überdeckung hatte“, erklärt Sven Teune, Bauleiter der Firma Röver und verantwortlich für die örtliche Bauüberwachung. Der Kanal sei auf etwa gleicher Höhe in den Gehweg verlegt worden. Dort sei die Belastung deutlich geringer als auf der Fahrbahn.

60 Quadratmeter Kopfsteinpflaster

Weiterer Grund für die Verzögerung: Im Bereich Eickhoffstraße ist unter der Fahrbahndecke altes Kopfsteinpflaster aufgetaucht. Mit Teeranhaftungen, deshalb müsse das Material gesondert entsorgt werden, erläutert Klaus Meiertoberens, Projektleiter beim Fachbereich Tiefbau der Stadt. Rund 60 Quadratmeter des Kopfsteinpflasters seien aufgenommen worden.

Kernbohrungen

„Es ist nicht ungewöhnlich, dass bei so einer Baustelle Überraschungen auftreten“, sagt Alfons Buske, Leiter des Fachbereichs Tiefbau. Zwar seien Kernbohrungen zur Sondierung des Untergrunds vorgenommen worden. Die ergäben aber eben nur Informationen über die Stelle, an der gebohrt werde. Wenige Zentimeter daneben könne es schon ganz anders aussehen.

Asphalt auf Sand aufgesetzt

So ist der Randbereich der Friedrich-Ebert-Straße zudem nicht standardisiert aufgebaut, sondern der Asphalt auf einer Breite von rund anderthalb Metern auf Sand aufgesetzt. Auch das sei nicht vorhersehbar gewesen, sagt Meiertoberens. Die Straße sei früher nur zweispurig geführt worden. Die beiden äußeren Fahrspuren seien später dazugekommen.

Kostenrahmen wird eingehalten

All das führe dazu, dass der erste Baustellenabschnitt nicht wie geplant zum Ende der Ferien fertig werde. „Wir werden etwa 14 Tage mehr benötigen“, sagt Meiertoberens. Der Kostenrahmen könne aber trotzdem eingehalten werden, ergänzt Buske. Bei Baustellen dieser Größenordnung werde bei der Finanzplanung immer ein Puffer eingerechnet.

Verkehr wird Ende kommender Woche umgeschwenkt

Am heutigen Freitag beginnen die Deckeneinbauarbeiten. Anschließend erfolgt nach Angaben von Sven Teune der Fugenverguss, die Schachtabdeckungen für die Kanäle würden freigebohrt und die Markierungsarbeiten ausgeführt. 

Im Rahmen der Baumaßnahme wird auch die Ampelanlage an der Einmündung zur Eickhoffstraße leicht versetzt. Dadurch entsteht auf der Fahrbahn der Friedrich-Ebert-Straße eine zusätzliche Aufstelllänge. „Ende kommender Woche wird der Verkehr umgeschwenkt, um die Arbeiten auf der anderen Seite ausführen zu können“, sagt Meiertoberens.

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