Straußenausbau in der Komfortvariante



Schloß Holte-Stukenbrock (hgk) - Die Komfortvariante für den Ausbau der Kaunitzer Straße würde beidseitig Geh- und Radwege, Grünstreifen, Bäume, Sicherheitsstreifen und Parkmöglichkeiten bieten. Im Fachausschuss für Stadtentwicklung und Bauen war die Sympathie dafür gleichsam greifbar.

Kaunitzer Straße

Auch Peter Gödde von der Kreisverwaltung, der drei Entwürfe präsentierte, möchte keine halben Sachen. Er sieht einen Ausbau auf Mindeststandard-Niveau skeptisch.

Die große Lösung erfordert allerdings mehr Geld, Überzeugungsenergie mit Blick auf die Anwohner und eine Bebauungsplanung der Stadt. Sie müsste die neuen Geh- und Radwege auf ihre Kappe nehmen, während der Kreis die Kosten für die Fahrbahn trägt.

Öde und langweilig

Würde die Angelegenheit zügig angepackt, könnte die Kaunitzer Straße in drei bis vier Jahren ein Augenschmaus sein. Heute ist sie das nicht. Die Kreisstraße 45, in den vergangenen Jahren hin und wieder spartanisch erneuert, gilt in städtebaulicher Hinsicht als öde und langweilig.

Mit so einer Ortseinfahrt kann die Schloß Holte schon lange nicht mehr punkten. Zur Debatte steht das etwa 1,2 Kilometer lange Teilstück zwischen der Kreuzung mit der Holter und der Einmündung der Ostritzer Straße.

Zurzeit sind dort vor allem die Nebenanlagen der Fahrbahn ein Problem. Radfahrer und Fußgänger kommen sich oft in die Quere. Zudem gibt es nur einen einseitigen Radweg. Radfahrer und Autofahrer geraten im Bereich von Hauseinfahrten immer wieder in unübersichtliche Situationen.

Das würde sich durch einen Ausbau auf gehobenem Niveau gravierend ändern. Die Straße bekäme Mittelinseln in Höhe des Mozartwegs und dort, wo die Ostritzer Straße einmündet. Die Kreuzung mit der Holter Straße würde vor allem für Radfahrer und Fußgänger sicherer.

Sparversion war ursprünglich Favorit

Für die Anwohner kommen die Ausbauideen nicht mehr überraschend. Peter Gödde: „Wir haben mit allen Anliegern gesprochen.“ Die erste Resonanz sei positiv gewesen. Für neue Geh- und Radwege würden die Anlieger mit zahlen müssen. Zudem ist Grunderwerb erforderlich.

Mit den Ausbauideen werden sich nun die Fraktionen beschäftigen. Greift die aktuelle Tendenz, wird die Komfortlösung die Nase vorn haben. Von den insgesamt drei Ausbauvarianten landen voraussichtlich zwei im Papierkorb. Darunter eine Sparversion auf Mindeststandard-Niveau, die mit Blick aufs Geld von der Stadtverwaltung ursprünglich favorisiert worden war.

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