Studie: Bezahlbarer Wohnraum in NRW



Münster/Bochum (dpa) - Große Immobilienunternehmen leisten nach einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) einen großen Beitrag für bezahlbaren Wohnraum in NRW. Bei gleichen Lagen und Wohnungsqualitäten lägen die Mieten dieser Anbieter in etwa auf dem Niveau der kommunalen Gesellschaften.

Eine Studie hat den Miet-Markt in den zehn größten Städten NRWs analysiert.

Das besagt eine Untersuchung des arbeitgebernahen Instituts über die Anbieter von günstigem Wohnraum in NRW.

„Aufgrund von Skaleneffekten können auch große Unternehmen günstig und auf Augenhöhe mit der kommunalen Konkurrenz anbieten“, sagte Philipp Deschermeier, einer der Autoren der Studie am Freitag. Dieses Ergebnis sei überraschend, weil diesen Konzernen seit längerem vorgeworfen werde, sie würden Mieten drastisch erhöhen.

Das Kölner Institut hatte in Kooperation mit der LEG Immobilien 300.000 Angebotsinserate zwischen 2012 und Mitte 2015 in den zehn größten deutschen NRW-Städten ausgewertet und besonders Unterschiede zwischen Anbietergruppen analysiert. Während in Köln, Düsseldorf und Münster die Nachfrage das Angebot übersteige, zeigten sich die Märkte in Wuppertal, Duisburg oder Bochum deutlich entspannter.

Köln ist das teuerste Miet-Pflaster in NRW

Köln ist mit einer Durchschnittsmiete von 9,47 Euro pro Quadratmeter das teuerste Pflaster in NRW, Duisburg rangiert mit 5,33 Euro am unteren Ende. Wo das Wohnungsangebot generell knapp sei, sei auch günstiger Wohnraum knapp, erläuterte Deschermeier.

Die Ergebnisse der Studie legten den Schluss nahe, dass die Politik nicht nur auf kommunale Gesellschaften setzen sollte, sondern auch auf große private Anbieter.

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