Studierende entwickeln Quartierspläne



Gütersloh (din) - Gewerbe in den ehemaligen Panzerhallen? Studentenwohnungen in den Mannschaftsunterkünften? Warum nicht? Wie die Zukunft der Mansergh Barracks an der Verler Straße aussehen könnte, lässt sich in einer Ausstellung studentischer Entwürfe in der Hauptstelle der Sparkasse betrachten.

Die Dozenten Michael Vogt (links) und Sven Martens haben die Studenten betreut. Auf dem Bild zeigen sie einen Entwurf für die Mansergh Barracks. Das Erdgeschoss ist alter Baubestand.

Architekturstudenten der Universität Hannover haben sich im Rahmen von Seminararbeiten mit Ideen für die Nachnutzung der Kaserne an der Verler Straße beschäftigt. Außerdem ging es um Wohnquartiere der Briten an der Töpfer- und an der Franckestraße, die in absehbarer Zeit frei werden dürften.

„Alle Arbeiten sind im Rahmen eines Seminars entstanden“, sagte der Dozent Sven Martens am Freitag bei der Eröffnung. Das Besondere sei, dass die Entwürfe nicht in der Universität entwickelt worden seien, sondern an Ort und Stelle. Die Studierenden hätten nur zwei bis drei Tage Zeit gehabt, ihre Ideen aufs Papier zu bringen. Im Mai hatten die Gäste aus Hannover sich dazu im Rathaus III an der Friedrich-Ebert-Straße eingenistet.

Zentrale Frage sei dabei gewesen, so Martens, welche Potenziale zum Beispiel in den Wohnhäusern an der Töpfer- und der Franckestraße stecken. Bürgermeister Henning Schulz zeigte sich „beeindruckt“ von den Ergebnissen. Auch er machte in den Wohnungen, die zumeist der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) gehören, ein großes Potenzial aus – gerade mit Blick auf benötigten preiswerten Wohnraum.

Dem Hauptausschuss liegt für seine Sitzung am 12. Dezember ein Antrag der SPD vor, wonach die Stadt oder eine städtische Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft sämtliche 300 Britenwohnungen im Besitz der Bima erwerben soll.

Im Wintersemenster 2013/14 hatten sich bereits Architekturstudenten der Hochschule in Detmold mit der Kaserne beschäftigt und Pläne für ein neues Quartier entwickelt. Die Stadt strebt eine gemischte Nutzung mit Übergängen zu den benachbarten Wohngebieten an. Die Studenten aus Hannover planten, bevor Überlegungen für die Ansiedlung der Fachhochschule bekannt wurden. Man könne in Panzerhallen auch Labore unterbringen, hieß es dazu am Freitag.

Die Entwürfe sind in der Sparkasse noch bis zum 6. Januar zu sehen. Hausherr und Vorstandsmitglied Kay Kingsieck sagte, die Ausstellung bringe zusätzliches Leben in die Sparkasse und er hoffe auf eine große Resonanz.

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