Taufstein und Altar werden in Ungarn benötigt



Westkirchen (ste) - In jedem Ende liegt ein neuer Anfang: Ein Dreivierteljahr, nachdem die evangelische Jakobuskirche in Westkirchen entwidmet worden ist, soll das Mobiliar jetzt eine neue Bestimmung in Ungarn finden.

 „Es wird nicht entsorgt, sondern auch künftig in Gottesdiensten eingesetzt“, erklärte gestern Pfarrer Herwig Behring. „Das war uns sehr wichtig.“ Die Prinzipalstücke – Altar, Taufstein, Kanzel und Kreuz – würden dringend in Ungarn gebraucht, ebenso wie vieles andere.

Fünf ehrenamtliche Mitarbeiter des Ungarisch Reformierten Hilfswerks haben am Montag mit den Ausbauarbeiten begonnen. In Ungarn seien viele Kirchengebäude stark renovierungsbedürftig, erklärte Reinhard Fischbach aus Bielefeld, der seit vielen Jahren für die Hilfsorganisation arbeitet. Im Laufe der Woche sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Später werde der Kirchenteil des Gebäudes abgerissen, sagte Baukirchmeisterin Heidi Hedrich. Der vordere Teil, in dem unter anderem das Gemeindebüro untergebracht war, soll in ein Doppelhaus umgebaut werden. „Auf dem restlichen Gelände sollen Einfamilienhäuser entstehen.“ Das Pfarrhaus bleibe bestehen, es werde ebenfalls bewohnt, sagte Presbyter Martin Müller. „Die neuen Eigentümer renovieren bereits.“

Weiterer Bericht folgt

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