Tennisfrauen schreiben Vereinsgeschichte



Ennigerloh (gl) -  Die Sensation ist perfekt: Die Damen 30 der Tennisabteilung des TVE steigen in die Verbandsliga auf. Das hat bisher noch keine Mannschaft in der über 50-jährigen Abteilungsgeschichte geschafft.

Nie aufgegeben: Die TVE-Frauen setzen sich durch (v. v. l.) Nina Kröner, Elke Engelmeyer, Margret Schröder; (h. v. l.) Britta Krimphove, Larissa Tschiedel, Theresa Petrasevic-Einhaus, Heike Wehner; es fehlen: Renate Nocon, Claudia Nitz und Tanja Itzek-Henkens.

 Gleich zu Beginn gab Mannschaftsführerin Heike Wehner ein Ziel vor: Aufstieg in die Verbandsliga! Nur der langjährige Sportwart Erich Lillteicher hatte seine Zweifel, und es schien so, als würde sich diese Einschätzung bestätigen, da das erste Spiel in der Sechser-Gruppe gegen den TC Rechen Bochum nur knapp mit 5:4 gewonnen wurde. Das folgende 6:3 gegen TC Sölderholz war auch knapper, als es sich liest.

 Aber Teamgeist und Siegeswillen der TVE-Frauen wuchsen immer mehr, so dass selbst die hart umkämpfte 4:5-Niederlage gegen den TC Ludwigstal Hattingen eher ein Motivationsschub als Frustration für die Ennigerloherinnen darstellte. Der Lohn war ein klares 8:1 über den RV RW Boenen im vorletzten Match. Somit sollten sich die endgültigen Platzierungen in der Gruppe erst im letzten Gruppenspiel ergeben. Aber Tabellenführer Hattingen war haushoher Favorit gegen das Schlusslicht TC Rechen Bochum. Was sollte da noch anbrennen?

 Dennoch gaben die Damen des TVE im letzten Spiel gegen TC Grävingholz alles, um wenigstens den 2. Platz zu belegen. Nachdem die Ennigerloher Truppe bereits nach den ersten Einzeln in Führung lag, sickerte die Information durch, dass Hattingen entscheidend zurücklag. Das setzte einen unglaublichen Motivationsschub der Ennigerloherinnen frei, die über sich hinauswuchsen und ihren Gegnerinnen beim 7:2 keine Chance mehr ließen. Und dann war es passiert – bereits vor den Doppeln stand fest: die Damen 30 des TV Ennigerloh sind Gruppensieger und steigen sensationell in die Verbandsliga auf. Dieser Aufstieg ist das Ergebnis kämpferischer Leistungen, sportlichen Ehrgeizes und einer eingeschworenen Teamgemeinschaft, die sich auch außerhalb des Tennisplatzes gut versteht.

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