Verl bekommt zweiten Rettungswagen



Verl/Gütersloh (gl) - Verler Kommunalpolitiker einschließlich Bürgermeister Paul Hermreck hatten viel geschimpft in den vergangenen Monaten: Sie forderten die Stationierung eines zweiten Rettungsfahrzeugs in der Ölbachstadt. Nun gibt es grünes Licht, wie der Kreis mitteilt.

Einen zweiten Rettungswagen, hier ein Archivfoto eines in diesem Jahr angeschafften Modells, wird der Kreis Gütersloh tagsüber in Verl stationieren.

Die Einsatzzahlen im Rettungsdienst seien seit der Entscheidung des Kreistags zum aktuellen Rettungsdienstbedarfsplan im Oktober 2013 um gut 15 Prozent gestiegen. Ein Grund für die Verwaltung eine Anpassung des zuletzt 2013 beschlossenen Rettungsdienstbedarfsplan vorzunehmen. Ziel der Anpassung ist es, dass innerhalb der so genannten Hilfsfrist in 95 Prozent aller Notrufe ein Rettungswagen nach zwölf Minuten vor Ort ist. Lag die Quote im Jahr 2013 noch bei 92,21 Prozent erreicht der Rettungsdienst derzeit 93,44 Prozent. Um besser zu werden, wird in der Vorlage unter anderem die Stationierung eines zweiten Rettungswagens in Verl vorgeschlagen. Über das Maßnahmenbündel berät zuerst der Gesundheitsausschuss am 1. Juni.

„Wir sind durch die 2013 beschlossenen Maßnahmen besser geworden, haben aber unser Ziel vor allem aufgrund des andauernden erheblichen Anstiegs der Einsatzzahlen noch nicht ganz erreicht“, zieht Thomas Kuhlbusch, Fachbereichsleiter Gesundheit, Ordnung und Recht, in der Mitteilung der Kreisverwaltung ein Fazit. Im Jahr 2013 war unter anderem ein zweiter Rettungswagen für die neue Rettungswache in Rietberg beschlossen worden. Schon damals war vom Gutachter auch für Verl ein zweiter Wagen vorgeschlagen worden. Dessen Beschaffung scheiterte zum damaligen Zeitpunkt noch an einem Vorbehalt der Krankenkassen, die für den Bereich Rietberg und Verl seinerzeit zunächst nur einen Rettungswagen als bedarfsgerecht anerkannt haben. Der zweite Wagen für Verl wurde mit dem Vorbehalt in den Bedarfsplan aufgenommen, dass dieser erst dann beschafft wird, wenn eine weitere Überprüfung spätestens nach ein bis zwei Jahren diesen Bedarf bestätigt. Das ist nun geschehen.

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