Verler Triathlon: Jan Böttcher zieht positives Fazit


Zufrieden blickt Organisator Jan Böttcher auf den erstmals von ihm mitverantworteten Verler Triathlon zurück.

Stark: Das Gütersloher Team mit (v. l.) Paul Moritz Hundeloh, Hendrik Selinger, Daniel Buchwald und Leif Erik Bleisch steht in der Tabelle auf Rang zwei und damit vor dem Aufstieg in die Regionalliga. Foto: Becker

Verl (rob) - Der Tag nach dem Verler Triathlon: Die Organisatoren räumen das Equipment, die Radständer, die Schilder und das Absperrmaterial ins Winterlager und blickten zurück. Für Abteilungsleiter Jan Böttcher, seit zwei Jahren im Amt, waren viele Wege, Abläufe und Organisationsschritte neu. 

Böttcher ist seit den 90er-Jahren Triathlet und damit einer der Dienstältesten im Verler Verein. Allerdings hat der 47-jährige Unternehmer nun erstmals zusammen mit Stephi Schlüter die Verantwortung für die bislang allein von Thorsten Nöthling organisierte Veranstaltung übernommen. 

Dritter Saisonsieg für Bleisch

Vieles ist richtig gut gelaufen. Neben etlichen Sponsoren stattete auch der ehemalige Verler Bürgermeister Paul Hermreck dem Triathlon einen Besuch ab. Hermreck führte eine kleine Besucherdelegation aus der US-Partnerstadt Delphos über das Gelände am Verler See. 

„Glückwunsch Maschine“, klatschte ein Dreikämpfer Leif Bleisch ab, als er dem Gütersloher zum dritten Saisonsieg gratulierte. „Der See war schöner als in Saerbeck. Es war aber auch kälter als in Saerbeck“, zog der 21-Jährige seinerseits einen Vergleich zwischen Verl und seinem Erfolg vor einer Woche. 

Mit dem jüngsten Resultat kommt Bleisch nach einer längeren Wettkampfpause nun offensichtlich wieder gut in Fahrt – genau passend zum Oberliga-Finale in Rheine und seinem ersten geplanten 70.3-Start im August in Duisburg. „Ich bin die fünf Kilometer in 16:27 Minuten gelaufen. Wenn die Laufstrecke stimmt, wäre das krass“, freute sich Bleisch über sein Top-Ergebnis (Gesamtzeit 56:11 Minuten für 0,75-20-5 km). 

Laufzeiten als Indikator

Die Laufzeiten waren ein guter Gradmesser. Die Tagesschnellsten hatten jeweils die schnellsten Laufzeiten. Wilhelm Hirsch (Team Berlin) legte bei den Männern glanzvolle 15:11 Minuten hin. „Nachdem ich auf dem Rad nicht weggekommen war, hab’ ich zugesehen, dass ich nach dem Wechsel als Erster raus- und dann schnell wegkomme“, erzählte Hirsch im Ziel. Das gelang. 

Auch Ex-Profi Michael Raelert (42) war mit 16:15 Minuten flott unterwegs. Da blieben die schnellsten heimischen Dreikämpfer, Sascha Thiel (17:22) und Daniel Roggenland (17:32), etwas zurück. Wie knapp der Einlauf in der 2. Liga war, verdeutlichte ein Stoßseufzer von Claas Bradler. Der 39-Jährige war in seinem letzten Zweitliga-Rennen für Trispeed den „Fünfer“ in 17:58 Minuten gerannt – Platz 74 mit einer Gesamtzeit von 58:24 Minuten. „2:40 Minuten hinter Daniel ist für mich nicht schlecht, aber es macht über 40 Plätze Unterschied aus“, rechnete Bradler hoch. 

„Die Rückmeldungen, die wir heute bekommen haben, sind alle positiv“, sagte Böttcher begeistert, „da war viel Spirit drin“, hat er auch bei den zahlreichen Helfern eine positive Grundstimmung registriert.

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