Viel Stolz mit einer Prise Enttäuschung



Sprockhövel (uwe) - „Von unseren bisher 35 Toren haben 22 nicht gespielt.“ Ein bisschen hatte RWA-Trainer Christian Britscho einen Clown gefrühstückt, nachdem sich auch der im Fuß umgeknickte Mützel für Sprockhövel abmelden musste.

Premiere auf der „Sechs“: RW Ahlens Ismail Budak (r.) verteidigte, bis ihn Fiore ablösen kam.

Trotz des zu mageren 1:1 Freitag Abend beim Verfolger war ihm mehr zum Lachen als zum Weinen. Kein Onucka, Fiore nur kurz eingewechselt – und dennoch klar überlegen, dominant und mit dem klaren Chancenplus. N

ur da lag der Knackpunkt: „Ich bin sehr stolz auf das, was meine Mannschaft hier geleistet hat“, sagt Britscho und drückt sich noch ein Krokodilstränchen heraus: „Aber ich bin enttäuscht, dass wir unseren Vorsprung nicht über die Zeit gebracht haben.“ Tatsächlich hätte der Gast aus Ahlen schon zur Pause klar führen müssen: Güney, Kara und Fuhsy scheiterten da schon in aussichtsreicher Position an Sprockhövels Torwart Staudt, von dessen Mannschaft bis dato wenig zu sehen war.

Die kam erst nach der Pause besser auf, vor allem mit Patrick Adam Dytko, der zwischendurch auch noch die Latte traf (54.). Schon im Gegenzug die Ahlener Führung – ach nein, doch nicht: Kara hatte eine Ecke direkt verwandelt, aber Schiedsrichterin Marina Wozniak pfiff ab; Fuhsy soll den Torwart geblockt haben. „Mir hat er nachher zugegeben, er hätte sich einfach verschätzt“, ärgerte sich Britscho.

 Immerhin: Kara versuchte es in der 72. Minute gleich noch einmal, nahm eine Rios-Vorarbeit mit Vollspann und traf aus zwölf Metern zum längst verdienten 1:0. Dummerweise konnte das der allgegenwärtige Dytko auch: Vier Minuten vor Abpfiff „schweißte“ (Britscho) auch er eine scheinbar zu weite Flanke direkt ins Netz. „Das sind zwei verlorene Punkte“, resümiert Britscho mit einem Hauch von Glücklichsein.

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