Wald in NRW geht es immer schlechter



Arnsberg (gl) - Um herauszufinden, wie es dem Wald geht, nehmen Fachleute in Nordrhein-Westfalen in den kommenden Wochen insgesamt 10.000 Laub- und Nadelbäume unter die Lupe. Am Mittwoch startete die diesjährige Erhebung für den Waldzustandsbericht.

Sorgen um den Wald in NRW: Die Trockenheit und der Befall durch Borkenkäfer machen denBäumen schwer zu schaffen.

Sorgen bereiten dem Landesbetrieb Wald- und Holz besonders die anhaltende Trockenheit und der hohe Befall durch Borkenkäfer, hieß es. Es seien erhebliche Anstrengungen erforderlich, um die aktuellen Schäden aufzuarbeiten und den Wald fit für den Klimawandel zu machen, sagte der Umweltstaatssekretär Heinrich Bottermann zum Auftakt der Untersuchung in Arnsberg (Hochsauerlandkreis). Die Erhebung liefere eine wichtige Grundlage, um die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Bild über den Gesundheitszustand

Seit gestern messen Forstleute den Umfang der Bäume, bewerten den Befall von Schädlingen wie Insekten oder Pilzen und erfassen Nadel- oder Blattverlust sowie Vergilbungen. Daraus ergibt sich ein Bild über den Gesundheitszustand der vier Hauptbaumarten in NRW: Buche, Eiche, Fichte und Kiefer.

Dürreschäden werden erfasst

Der Leiter des Landesbetriebs Wald und Holz Nordrhein-Westfalen, Andreas Wiebe, sagte: „Der Zustand der Baumkronen verrät uns die Vitalität der Waldbäume.“ Um die Dürreschäden im Laubholz einschätzen zu können, wurde das Verfahren um entsprechende Merkmale erweitert.

„Zur Datenerhebung ist der gesamte nordrhein-westfälische Wald in ein Raster von vier mal vier Kilometern aufgeteilt“, erklärte Inventurleiter Lutz Falkenried vom Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfale. Jeweils in den Schnittpunkten stünden die Probebäume, an denen gemessen werde.

Die Waldzustandserhebung wird in NRW seit 1984 jährlich durchgeführt. Die Ergebnisse werden im späten Herbst vorgestellt. Seit mehreren Jahren gehe es dem Wald immer schlechter – eine Folge der Klimakrise, wie der Landesbetrieb Wald und Holz betonte.

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