Wege zu neuen Ideen aufgezeigt



Beckum (mag) - Das zeichnet die Höxberg-Gespräche eben aus: Mit ihrem interdisziplinären Ansatz decken sie unterschiedliche Themengebiete ab. Oder einfacher gesagt: Alles kommt auf den Tisch, was interessant und wissenswert ist. Kein Grund also, etwas am schlüssigen Konzept zu ändern.

„Daten sind messbar, Ideen nicht.“ Als klug, unterhaltsam und rhetorisch brillant erwies sich Dr. Henning Beck bei seinem Vortrag im Beckumer Berufskolleg.

Obwohl der Gast des 163. Höxberg-Gesprächs am Dienstagabendgleich gleich mehrere Anregungen  gab. Nicht umsonst lautete der Titel seines Vortrags „Gehirn vs. künstliche Intelligenz – Gemeinsam zu neuen Ideen“.

Und damit hinein in die Vorlesung der besonderen Art. Dr. Henning Beck gab einen äußerst informativen und zugleich unterhaltsamen Einblick in seine Forschung. Im Zentrum stand der Vergleich des menschlichen Gehirns mit Computern beziehungsweise künstlicher Intelligenz.

Beck betonte, dass das Hirn eben keine fehlerfreie Rechenmaschine sei. „Dafür ist es viel zu faul, zu mies und zu eitel“, scherzte er. Eben zu langsam, fehlerhaft und selbstreflexiv. Doch der Mensch hat mehr zu bieten: Nicht nur, dass er in Konzepten denkt. Er kann diese auch in Frage stellen, sich mit anderen Menschen austauschen und kreativ zu neuen Ideen kommen. Er habe die einzigartige Fähigkeit, ein Konzept zu verstehen und abzuwandeln, führte der rhetorisch brillante Wissenschaftler aus. Der Computer sei dagegen so dumm wie vor 50 Jahren. Nur eben schneller.

Beck warnte davor, im rasanten Informationszeitalter zum Computer zu werden: „Der Mensch ist mehr als eine datenverarbeitende Maschine.“ Sein Erfolgsrezept: Fragen stellen, keine Angst vor Fehlern haben und einfach ausprobieren. Die Kunst sei es, das große Ganze zu sehen und Denkmuster zu brechen. Die Gefahr im Alltag: Der Mensch mag eben Muster.

Dr. Henning Beck hat sich übrigens mit seiner Forschung einen Namen gemacht. In seinen populären Büchern schafft er einen verständlichen Zugang zur Hirnforschung. Und ganz nebenbei darf er sich Deutscher Meister im „Science Slam 2012“ nennen.

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