Weitere Investitionen ins Stadtstadion



Warendorf (dan) - In das von den benachbarten Schulen und der Warendorfer Sportunion genutzte Stadtstation soll weiter investiert werden. Es gibt einen reizvollen Fördertopf des Landes Nordrhein-Westfalen, den die Stadt gern anzapfen möchte.

Der Zahn der Zeit nagt an der Tribüne des Stadtstadions. Während die Sanierung des Dachs schon jetzt ansteht, könnte der Rest mit Geld aus Düsseldorf 2020 erneuert werden.

Darüber informierte Christoph Schmitz, Sachgebietsleiter für Gebäudewirtschaft und Tiefbau in der Stadtverwaltung, jetzt den Sportausschuss. Nach dem Neubau von vier Umkleidekabinen auf dem Gelände des Stadtstadions steht noch aus, in deren Umfeld die Außenanlagen herzurichten. Zudem wird gegenwärtig an der Sanierung des Tribünendachs gearbeitet, wie Schmitz berichtete.

Eigentlich schon gestartet sein sollte darüber hinaus der Umbau des Asche- in einen zweiten Kunstrasenplatz. „Das hat nicht geklappt“, sagte Schmitz im Ausschuss. Nun gehe er von einem Start der Arbeiten zu Beginn des neuen Jahres aus.

Ein fester Plan ist nach Angaben des Sachgebietsleiters bereits die Umwandlung der Asche- in eine Kunststoffbahn. Dafür soll gemäß einer Absichtserklärung im städtischen Haushalt 2022 Geld bereitgestellt werden. Dieses Vorhaben geht auf einen Antrag mehrerer Schulen zurück, die Leichtathletik im Sportunterricht auf der Laufbahn betreiben.

Was 2022 im Stadtstation gemacht wird, könnte nun sogar noch einige Nummern größer ausfallen, erläuterte Schmitz. Zumindest dann, wenn Städtebau-Fördergeld des Landes fließt. Den Antrag dazu will die Warendorfer Verwaltung im Januar auf den Weg schicken.

Mit dem Geld aus Düsseldorf könnten unter anderem der Abschluss der Sanierung der Zaunanlage und die Erneuerung der Tribüne mit ihren Sitzflächen zum größten Teil bezahlt werden. Außerdem soll der Rasenplatz komplett neu gemacht werden. Der bestehende ist nach Angaben von Schmitz mehr als 40 Jahre alt, seine Fähigkeit zur Wasseraufnahme hat mit der Zeit gelitten. Bei dem gesamten Paket schätzt die Stadtverwaltung mit Kosten von einer Million Euro, die zu 90 Prozent vom Land übernommen werden könnten.

Aus dem Ausschuss heraus wurde Schmitz aufgefordert, Geld auch für die Sportplätze in Freckenhorst und Hoetmar zu beantragen. Das sei nicht möglich, weil es sich um Städtebau-Fördermittel handele, entgegnete der Sachgebietsleiter. Die seien für bestimmte Bereiche reserviert, zu denen ländliche Gegenden wie Freckenhorst und Hoetmar nicht zählten.

Ebenfalls neu gemacht werden soll der Kunstrasen auf dem DFB-Minispielfeld im Warendorfer Schulviertel. Es sei vorgesehen, dafür im städtischen Haushalt 2021 Geld bereitzustellen, sagte Schmitz. Den Bau hatte nach der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 der Deutsche Fußball-Bund ermöglicht, die Sanierung ist nun allein Angelegenheit der Kommune.

Das Spielfeld wird laut Schmitz für den Schulsport genutzt, ist aber auch öffentlich zugänglich und hochfrequentiert. Allerdings habe nicht nur der rege sportliche Gebrauch der Anlage seine Spuren hinterlassen. Es sei in der Vergangenheit auch immer wieder zu Vandalismusschäden gekommen.

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