Weitere Pflegeeltern sind willkommen



Rheda-Wiedenbrück (kaw) - Manche haben ein großes Haus und Herz und möchten gern ihre Familie vergrößern. Andere sagen: „Wir sind ungewollt kinderlos.“ Die Gründe dafür, eine Pflegeelternschaft zu übernehmen, können sehr unterschiedlich sein, weiß die Sozialpädagogin Anke Frölich.

Wer eignet sich für eine Pflegeelternschaft? Gemeinsam studieren die Sozialpädagoginnen Anke Frölich vom Jugendamt in Rheda-Wiedenbrück und Anette Kollenberg vom Caritasverband für den Kreis Gütersloh (v. l.) die Bewerberbögen der Interessenten.

Doch unabhängig von der Motivation gelte für alle Beteiligten: „Es ist eine besondere Herausforderung.“ Die Mitarbeiterin des städtischen Jugendamts setzt sich dafür ein, dass die leiblichen und die Pflegeeltern sowie die Kinder und Jugendlichen die besondere Situation meistern können. Sie ist für das Pflegekinderwesen zuständig, das „Die Glocke“ heute in ihrer Serie „Jugendamts-ABC“ vorstellt. Bei der Bewältigung der vielfältigen Aufgaben wie der Auswahl, Vorbereitung, Beratung und Begleitung von Pflegefamilien sowie der Vermittlung der jungen Menschen in ein neues Zuhause ist Anke Frölich nicht allein. Mit der Gründung des Jugendamts zum Jahresanfang ist eine Struktur geschaffen worden, bei der die Tätigkeiten auf mehrere Schultern verteilt werden, und die auf Angebotsvielfalt zielt.

Es ist wichtig, sich auszutauschen

Eine wichtige Partnerin für Anke Frölich ist Anette Kollenberg, Sozialpädagogin beim Caritasverband für den Kreis Gütersloh. Durch die Kooperation mit der Caritas hat die Stadt einen freien Träger mit ins Boot geholt, der zahlreiche Hilfestellungen anbieten und vermitteln kann, angefangen von der Elternschule über die Erziehungsberatung bis hin zur Drogenberatungsstelle. „Es ist wichtig, sich austauschen zu können“, weiß Anke Frölich, es zu schätzen, keine Einzelkämpferin zu sein. Die 46-Jährige kann zusätzlich auf Mitarbeiter im Rathaus zählen. „Ich gebe den Staffelstab an einen Kollegen im Allgemeinen Sozialen Dienst weiter, sobald ein Kind in die Pflegefamilie gezogen ist“, erklärt sie, dass jede Familie „ihren“ konkreten Jugendamtsmitarbeiter bekommt. Zugleich werde dadurch das „Vier-Augen-Prinzip“ sichergestellt.   „Wir haben zirka 40 Pflegekinder, die in Rheda-Wiedenbrück leben“, informiert die Mitarbeiterin des Fachbereichs Jugend, Bildung, Sport und betont zugleich: „Wir haben immer zu wenig Pflegefamilienbewerber.“ Sie wünscht sich mehr Menschen, die sich auf diese Weise für hilfsbedürftige Kinder sozial engagieren. Für weitere Informationen rund um die Pflegeelternschaft und Bewerbungen steht Anke Frölich unter Tel. 05242/963537 zur Verfügung.

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