Wenn sich alles um den Apfel dreht



Wadersloh (mpl) - Alte Apfelsorten nicht vergessen möchte der Heimatverein Wadersloh und lud deshalb am Samstag zum ersten Apfeltag am Wasserturm ein. Besonders junge Familien mit ihren Kindern waren eingeladen, viele Äpfel und Birnen aus dem eigenen Garten mitzubringen.

Hatten viel Spaß beim Äpfelpflücken und freuten sich, den daraus gepressten Saft nach dem Martinsumzug zu trinken: (v. l.) Anna, Ronja, Noah, Lucy und Milan.

Außerdem konnten von den Streuobstwiesen der Familie Schulze-Bonsel seltene, alte Obstsorten gesammelt werden. Aus diesen Äpfeln und Birnen wird in Zusammenarbeit mit Margit Paschen vom Landmarkt „Floreana“ aus Bad Waldliesborn der Saft gepresst, der heiß nach dem in diesem Jahr zum 70. Mal stattfindenden Martinsumzug getrunken wird. Zudem wird er abgefüllt und zum Verkauf angeboten.

Die Idee zu diesem Apfeltag, so Herbert Fortmann, Vorsitzender des Heimatvereins, kam aus der Vereinshistorie, in der alte Apfelsorten schon immer eine große Rolle gespielt hätten. Jedoch habe die zündende Idee gefehlt, wie man dies zu einer Veranstaltung für Familien und Kinder machen könnte. Nachdem der Wasserturm in Wadersloh von 1898 in den vergangenen Jahren immer mehr in den Vordergrund gerückt war und von der Familie Schröer dem Heimatverein oft zur Verfügung gestellt worden war, entschlossen sich die Mitglieder, dort einen Apfel-Tag auszurichten. Dabei liege es dem Heimatverein zum einen sehr am Herzen, dass junge Familien mit ihren Kindern diese Erfahrung machen können, und zum anderen sei den Mitgliedern der Wasserturm sehr wichtig, da dieser ein Symbol für die Eisenbahngeschichte in Wadersloh und zugleich der einzige in der Umgebung von Lippstadt bis Beckum sei.

So fuhren viele Familien am Freitag und Samstag zu den Streuobstwiesen der Familie Schulze-Bonsel, um Äpfel für sich und für den Heimatverein zu pflücken. Ulrike Steiling reiste mit ihrem Mann, ihrer Schwiegertochter und ihren drei Enkeln an. „Unsere Enkel waren begeistert und probierten fleißig Äpfel, so dass der Saft ihnen schon über das Kinn lief. Dieses sinnreiche Ereignis hat uns allen viel Spaß gemacht“, berichtete sie. Zum Apfeltag konnte man die gesammelten Äpfel mitbringen und gemütlich beieinander sitzen. Es gab Kuchen, Kaffee und natürlich leckeren Apfelsaft von „Floreana“. Für die Kinder war eine Spielecke aufgebaut, und Vorsitzender Herbert Fortmann erzählte Spannendes zum Wasserturm und seiner Funktion.

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