Westfalen-Initiative mit einer Spitze



Dortmund (gog) - Dr. Hans Moormann (62) ist zum alleinigen Vorsitzenden von Stiftung und Verein Westfalen-Initiative gewählt worden. Er tritt die Nachfolge von Dr. Karl-Heinrich Sümmermann (Stiftung) und Dr. Peter Paziorek (Verein) an, die jahrelang die Arbeit der Westfalen-Initiative geprägt haben.

Alleiniger Vorsitzender von Stiftung und Verein Westfalen-Initiative ist Dr. Hans Moormann (M.). Das Bild zeigt den Unternehmer mit seinen Amtsvorgängern Dr. Peter Paziorek (l.) und Dr. Karl-Heinrich Sümmermann in der Zeche Zollern in Dortmund.

„Frischer Mut bringt neues Glück“ lautet die Dachinschrift in der alten Lohnhalle der Zeche Zollern in Dortmund. Der Sinnspruch ist wie geschaffen für die Westfalen-Initiative, die in dem historischen Bergbaugebäude die Weichen für die Zukunft stellt.

Sümmermann und Paziorek hatten vereinbarungsgemäß ihre Spitzenämter niedergelegt, um eine engere personelle Verzahnung von Stiftung und Verein zu ermöglichen. Den Bürgern Westfalens war es zunehmend schwieriger zu vermitteln gewesen, warum ihre Initiative zwei Standbeine mit eigenem Personal benötigt. Mit der Wahl Moormanns zieht die Gemeinschaft die Konsequenz.

Moormann ist Geschäftsführender Gesellschafter des weltweit tätigen Maschinen- und Anlagenbauers Jöst in Dülmen (Kreis Coesfeld). Der promovierte Jurist hat sich unter anderem als Präsident des Wirtschaftsclubs Westfalen als Handelsrichter beim Landgericht Münster und als ehrenamtlicher Richter beim Landesarbeitsgericht Hamm einen Namen gemacht.

Komplett abgeschlossen werden soll die Neuausrichtung der Westfalen-Initiative in Kürze. Dann übernimmt Stiftungsgeschäftsführer Gerd Meyer-Schwickerath auch die Geschäftsführung des Vereins.

„Wir sind so etwas wie die politische Unterstützungsgruppe für Westfalen“, beschreibt Paziorek die rührige Initiative, die er in einem Atemzug mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), dem Westfälischen Heimatbund sowie den westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster nennt. Der scheidende Vereinsvorsitzende erteilt einmal mehr Bestrebungen eine Abfuhr, das westfälische Ruhrgebiet aus dem Landesteil herauszulösen. Paziorek: „Ich kann mir Westfalen ohne Dortmund gar nicht vorstellen!“

Und Dortmund kann nicht ohne Westfalen, sagt der Direktor des Westfälischen Wirtschaftsarchivs, Dr. Karl-Peter Ellerbrock. Bis zu 50 Prozent der Kunden in der Dortmunder City kämen von auswärts, hauptsächlich aus den benachbarten Regionen Westfalens bis Beckum (Kreis Warendorf) und Lippetal (Kreis Soest), führt Ellerbrock aus.

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