Wiedenbrücker Herbstkirmes lockt tausende Besucher an



Eineinhalb Jahre sind die Menschen auf Abstand zueinander gegangen. Jetzt mischen sie sich - wie bei der Herbstkirmes - wieder unters Volk. 

Tausende Menschen strömen am Wochenende durch Wiedenbrücks Altstadt, tauchen ein in den Rummel der Herbstkirmes und genießen nach Monaten der Enthaltsamkeit die ausgelassene Stimmung. Foto: von Stockum

Rheda-Wiedenbrück (kvs) - Es sei noch zu früh, um eine vorläufige Bilanz zu ziehen, sagt Mario Lambertz am Samstagabend und lässt den Blick aus seinem Losstand heraus über Büschers Platz schweifen: Tausende Menschen strömen am Wochenende durch Wiedenbrücks Altstadt, tauchen ein in den Rummel der Herbstkirmes und genießen nach Monaten der Enthaltsamkeit die ausgelassene Stimmung. 

Es geht rund

Eineinhalb Jahre lang sind Lambertz und seine Kollegen zum Nichtstun verdonnert gewesen. Keine Festivität weit und breit, stattdessen Abstandsregeln, gefühlter Hausarrest und der stete Blick auf das unberechenbare Infektionsgeschehen. Nun aber geht es buchstäblich wieder rund. Die Traditionsveranstaltung in Wiedenbrück ist eine der ersten Kirmessen im Land, und scheinbar haben die Besucher sehnsüchtig darauf gewartet, sich unters Volk mischen zu können. 

Alles wie immer

Wären nicht hier und da Desinfektionsspender aufgebaut, trügen viele Gäste nicht einen Mund-Nasen-Schutz und würde nicht allerorten auf die Hygiene- sowie Abstandsregeln hingewiesen, man könnte auf die Idee kommen, es sei das Normalste der Welt. Weil die Kaufleute am Tag der Deutschen Einheit ihre Geschäfte nicht öffnen dürfen, gehen sie die Abende zuvor in die Verlängerung. Und auch die Gastronomen sind bestens vorbereitet, als am Wochenende das nach Volksfest lechzende Publikum die Altstadt in Beschlag nimmt. 

Ordnungsamt kontrolliert

Aufgrund der Pandemie ist der Zutritt zur Kirmes der Stadtverwaltung zufolge nur unter Nachweis der 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) gestattet. Die Einhaltung werde stichprobenartig vom Ordnungsamt kontrolliert, heißt es aus dem Rathaus. Immerhin: Die Maskenpflicht ist am Freitag – passend zum Start des Rummelbetriebs – aufgehoben worden. Mit Blick auf das Geknubbel allerdings fühlt sich mancher sicherer mit Gesichtsbedeckung. Ab 2500 Personen wird sie sogar ausdrücklich empfohlen. 

Krammarkt am Montag

Ein erster Höhepunkt ist das Feuerwerk am Freitagabend gewesen, das die Schausteller organisiert und die Brauerei Hohenfelde gesponsert hatte. Am Montag, 4. OKtober,  setzt sich das bunte Treiben auf dem Krammarkt fort. 100 Händler werden ab 8 Uhr auf der Langen Straße Waren, die in keinem Haushalt fehlen dürfen, an die Frau und den Mann bringen. Gleichzeitig wird vor Optik Krane ein Oktoberfest gefeiert.

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