Windhose richtet in Halle Schaden an



Halle (ei) - Eine Windhose hat Dienstagabend kurz nach 20 Uhr im Bereich der Parkplätze vom Gerry-Weber-Stadion großen Schaden angerichtet. Dicke Äste knickten ab, Holzhäuser kippten und Zelte flogen durch die Gegend. Menschen wurden durch den Mini-Tornado am Dienstagabend nicht verletzt.

Eine Windhose hat am Dienstagabend am Gerry-Weber-Stadion in Halle große Schäden angerichtet.

So wurden beispielsweise bei einem Holzhändler die Dachkuppeln aus Kunststoff aus ihrer Verankerung gerissen. Viele blieben auf dem Werksgelände liegen, einige flogen laut Augenzeugenberichten mehrere hundert Meter weit und wurden sogar über die Westumgehung (L782) gewirbelt.

Massive Holzhäuser aus Verankerung gerissen

Auf dem Gelände des Unternehmens wurden auch einige massive Holzhäuser aus ihrer Verankerung gerissen und kippten um. Innerhalb weniger Augenblicke wurden die Kronen von rund 20 Linden in der Allee zum Sportparkhotel herausgerissen, dabei wurden einige Fahrzeuge leicht beschädigt.

In drei Wochen, wenn das Gerry Weber Open gespielt wird, wäre der Schaden sicher noch größer gewesen. Auch Einsatzleiter Jörg Heitmann, ebenso langjähriger wie erfahrener Feuerwehrmann, hatte so einen Einsatz noch nicht. „So eine Windhose haben wir über Halle noch nicht gesehen“, berichtete er. Das muss wie ein Tornado gewesen sein, ist er sich mit seinem Pressesprecher Marc Brusius angesichts des hohen Zerstörungsgrades einig.

17 Feuerwehrleute beseitigten die ersten Schäden, der Rest soll am Mittwoch geschehen. Mit Hilfe der Drehleiter wurden lose Äste aus den Bäumen entfernt, an der Magarete-Windthorst-Straße waren mächtige Bäume förmlich aus dem Boden gezogen worden. Hier musste noch am Abend zunächst die Standfestigkeit geprüft werden, auch eine Notfallmanagerin der Deutschen Bahn war wegen der direkt neben der Straße verlaufenden Trasse des Haller Willem vor Ort.

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