Windparks sollen Abstände einhalten



Füchtorf (ra) - Der Landkreis Osnabrück soll bei der geplanten Ausweisung neuer Windparks im Grenzgebiet zum Kreis Warendorf („Die Glocke“ berichtete) auch Abstandsuntersuchungen zur Füchtorfer Wohnbebauung vornehmen. Das haben die Politiker des Ortsausschusses am Montagabend bei Artkamp beschlossen.

Wenn der Landkreis Osnabrück jetzt neue Windkraft-Vorranggebiete ausweist, sollen nicht nur in Niedersachsen die Abstände zur Wohnbebauung eingehalten werden, sondern auch im benachbarten Füchtorf.

Zuvor hatte Verwaltungs-Mitarbeiter Martin Tewes anhand großformatiger Karten aufgezeigt, wo in unmittelbarer Nachbarschaft neue Windparks ausgewiesen werden sollen, und mittels sauber gezeichneter Zirkelkreise nachgewiesen, dass die in Niedersachsen geforderten Mindestabstände zur Wohnbebauung zwar vor Ort, nicht aber in Bezug auf Füchtorf untersucht worden sind.

 Sowohl bei Zugrundelegung eines Radius von 500 als auch 800 Metern könnten die Anlagen in den Bereichen Elve, Milter Straße und Harkotten den Füchtorfern zu eng auf die Pelle rücken.

Dies mit der Folge einer Beeinträchtigung nicht nur der denkmalgeschützten Schlossanlage Harkotten, sondern auch einer Einschränkung weiterer Entwicklungsmöglichkeiten des Gewerbegebiets an der Kläranlage des Spargeldorfs.

Im Rahmen des Beteiligungsverfahrens will die Stadt Sassenberg jetzt darauf drängen, dass Windkraftanlagen auf Glandorfer oder Bad Laerer Gebiet mindestens 800 Meter Abstand einhalten. So ist es übrigens in Niedersachsen Vorschrift, während in NRW lediglich die Bestimmungen des Lärmschutzes eingehalten werden müssen.

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