Winkhaus prüft Pläne zum Stellenabbau



Telgte (jus) - Mit Möglichkeiten der Kostenoptimierung beschäftigt sich derzeit die Firma Winkhaus mit Hauptsitz in Telgte. „Kosteneinsparungen haben auch immer etwas mit Arbeitsplätzen zu tun“, erklärte Tobias Bartels, Leiter der Marketingabteilung, auf „Glocke“-Nachfrage.

Die Firma Winkhaus mit Hauptsitz in Telgte (hier ein Modell zur Erweiterung der Produktionsstätte in Telgte) muss wohl Kosten einsparen.

Die hartnäckigen Gerüchte, nach denen bis zu 80 Arbeitsplätze bis Herbst abgebaut werden sollen, wollte Bartels jedoch weder bestätigen noch dementieren. Nur soweit: „Es gibt Gespräche zwischen Personalabteilung und dem Betriebsrat.“ Auch, um welchen Standort es sich bei den Gesprächen handelt, wollte Bartels nicht sagen.

Grund für die Kostenoptimierungen sei der hohe Exportanteil des Telgter Unternehmens, der bei 65 Prozent liege. „Die schlechte Wirtschaftslage und der ein oder andere Markt, der nicht nur 2012, sondern voraussichtlich auch in den kommenden Jahren schwächeln wird, haben dazu geführt, dass wir als Unternehmen verstärkt darauf achten müssen, unsere Finanzen und Kosten im Griff zu behalten“, so der Firmensprecher weiter. Um welche Märkte es sich handelt, wollte Bartels mit Verweis auf konkurrierende Unternehmen nicht benennen.

Bartels: Neubau steht nicht zur Diskussion

Der vorrübergehende Stopp des Neubaus am münsterschen Hessenweg habe nichts mit den derzeitigen Kostenoptimierungen zutun, betonte Bartels. „Der Standort Bohlenweg wird komplett umgezogen. Das stellt uns als Unternehmen vor organisatorische Herausforderungen, die ihre Zeit brauchen.“ Der Neubau verzögere sich lediglich und stehe nicht zur Diskussion.

Der Schließanlagen-Hersteller mit Hauptsitz in Telgte hat Produktionen in Telgte, Münster und Meiningen. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 2000 Menschen.

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