Wirbel um Unterbringung von Rumänen



Hamm (gl) - Die geplante Nutzung eines Hochhaus-Komplexes im Hamm-Herringen sorgt in der Stadt für Wirbel. Während die Kommune die Wohnblocks erwerben möchte, um den einstigen sozialen Brennpunkt zurückzubauen, will eine Personaldienstleistungsgesellschaft dort bis zu 300 Rumänen einquartieren.

Die geplante Unterbringung von bis zu 300 rumänischen Mitarbeiten für die Firma Westfleisch aus Münster in Hamm, sorgt derzeit für Unruhe. 

Medienberichten zufolge wirbt die Personaldienstleistungsgesellschaft Arbeiter aus Rumanien für die Fleischfirma Westfleisch mit Sitz in Münster an. Untergebracht werden sollen die Mitarbeiter allerdings nicht in Münster, sondern zu ortsüblichen Preisen in den Hochhäusern mit insgesamt 96 Wohneinheiten in Hamm. Die ersten Rumänen sollen bereits eingezogen sein.

Die Stadtverwaltung, die zuvor ein Kaufanagebot im siebenstelligen Bereich für die Wohnblocks abgegeben hatte, sah sich offensichtlich von der jüngsten Entwicklung völlig überrascht. Sie hatte angedacht, die Blocks abzureißen und an ihrer Stelle Einfamilienhäsuer entstehen zu lassen.

Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann sah sich nach  besorgten Anfragen aus der Bevölkerung veranlasst, folgende Mitteilung im Netz posten zu lassen: „In diesen Tagen wurde mir eine Unterschriftenliste überreicht. Die Unterzeichner sprechen sich gegen ein angebliches geplantes Asylbewerberheim an der Waldenburger Straße aus. Ich kann Ihnen verbindlich zusagen, dass die Stadt Hamm ein solches Heim definitiv nicht plant. An der Waldenburger Straße wird durch die Stadt Hamm ausdrücklich kein Asylantenheim errichtet und ich bitte Sie, diese Botschaft auch zu verbreiten. Die Stadt wird alles tun, um mit einem zukünftigen Besitzer ins Gespräch zu kommen, um den Brennpunkt Waldenburger Straße nicht erneut entstehen zu lassen. Entsprechende Gespräche wurden mit dem zuständigen Immobilienverwalter bereits geführt.“

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