Wirtschaftspläne der Caritas genehmigt



Kreis Warendorf (gl) - Das Ausschreibungsverfahren des Fahrdienstes der Freckenhorster Werkstätten, bei dem die Malteser das Nachsehen hatten, war jetzt auch Thema der Delegiertenversammlung des Caritas-Verbandes Warendorf. Im Rahmen der Versammlung wurden die Wirtschaftspläne für 2015 genehmigt.

Der Vorsitzende des Caritasrates, Franz-Josef Prangemeier, bedankte sich stellvertretend für alle Mitarbeiter bei den Mitgliedern des Vorstands für die erneut engagierte und qualifizierte Arbeit.

Vorstand Herbert Kraft war noch einmal auf das Ausschreibungsverfahren bei den Freckenhorster Werkstätten eingegangen. Es schloss sich eine angeregte Diskussion über die Bedeutung von Tarifgerechtigkeit und die Haltung der Kirche zu Mindestlöhnen und Lohndumping an. Der Vorsitzende des Caritasrates, Franz-Josef Prangemeier, bedankte sich stellvertretend für alle Mitarbeiter bei den Mitgliedern des Vorstands für die erneut engagierte und qualifizierte Arbeit in den vielen Diensten und Einrichtungen des Caritasverbandes. Er betonte, es komme auf den Dienst am Nächsten und die damit verbundene Zuwendung an, die die vielen Menschen erwarten, wenn sie sich der caritativen Hilfe anvertrauen. Die gute Arbeit finde sich auch im Zahlenwerk des Jahresabschlusses 2013 bereits wieder, in dem es bei allen schwierigen Vorzeichen gelungen sei, den Verband wirtschaftlich weiter abzusichern.

Förderschulen werden auch in Zukunft gebraucht

Ein Schwerpunkt der Versammlung war der Vortrag von Thomas Feldmann, Schulleiter der Vinzenz-von-Paul-Schule in Beckum, zum Thema: „Unsere Förderschulen in Zeiten der Inklusion.“ Feldmann machte deutlich, dass die Förderschulen nach seiner Überzeugung auch zukünftig gebraucht werden. Schon jetzt seien Lehrer seiner Schule für gemeinsames Lernen von Kindern mit und ohne Behinderungen an die Regelschule abgestellt. Dennoch gebe es bereits Rückführungsanträge von Eltern, die ihr Kind wieder auf der Förderschule unterrichtet wissen wollten, weil es auf der Regelschule einfach nicht zurechtkomme. Zunehmend würde auch von Lehrern an Regelschulen um Beratung für den Umgang mit Kindern gebeten, die eine Behinderung haben. Feldmann ist überzeugt, dass das, was die Förderschule für die individuelle Förderung des einzelnen Kindes ausmache, in der Regelschule nicht abgebildet werden könne: „Viele unserer Schüler brauchen besondere Schulen mit besonderen Lernbedingungen.“ Er zeigte sich deshalb überzeugt, dass es für die Inklusion im Schulbereich einen Systemwechsel für die Förderschulen geben werde: weg von der Regelschule für Kinder mit geistigen Behinderungen – hin zu einer Angebotsschule für ratsuchende Eltern.

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