„Wohnen in Gemeinschaft“ wird konkreter



Warendorf (kle) - Im vergangenen Jahr 2017 zeigte sich der Warendorfer Verein „Wohnen in Gemeinschaft“ (WiGe) zunächst optimistisch, ein Grundstück gefunden zu haben, auf dem der Plan vom gemeinschaftlichen Wohnen verwirklicht werden könnte. Doch daraus wurde nichts.

Auf einer Karte des Baugebiets “In de Brinke“ zeigte Antonius Stuke, welche Grundstücke der Verein erwerben möchte und wie diese bebaut werden sollen.

Eine Einigung mit dem Eigentümer kam nicht zustande. Jetzt präsentierte der Vorstand des Vereins bei der Mitgliederversammlung im Haus der Familie einen neuen Plan.

„Wir dachten, wir hätten mit dem Grundstück an der Reichenbacher Straße einen Ort gefunden“, erklärte Antonius Stuke, Zweiter Vorsitzender des Vereins, „doch es hat mit dem Eigentümer des Grundstücks nicht gepasst“. Es sei bereits das 16. Grundstück gewesen, für das sich der Verein interessiert habe, berichtete Stuke. Doch er hatte auch gute Nachrichten, denn der Verein hofft nun, Platz für sein Projekt im geplanten Neubaugebiet „In de Brinke“ am Milter Kreisel zu finden. Dort habe der Verein bereits gute Gespräche mit einem Grundstückseigentümer sowie mit der Stadt Warendorf geführt, erklärte Antonius Stuke. Der Plan sei, genossenschaftlich eine geeignete Fläche zu erwerben und auf dieser anschließend mehrere Kettenhäuser sowie Mehrfamilienhäuser zu bauen. Wenn das politische Verfahren abgeschlossen sei und die endgültigen Pläne feststünden, könne der Verein sich aktiv um die Grundstücke bemühen, so Stuke. „Die Erschließung wäre nächstes Jahr möglich, der Bau könnte Ende 2019 oder Anfang 2020 beginnen und gut ein Jahr dauern. Das ist die Perspektive“, betonte der Stellvertretende Vorsitzende.

Während der Versammlung wählten die Mitglieder Teile des Vorstandes neu. Antonius Stuke wurde als Zweiter Vorsitzender bestätigt, während Max Brinkemper als Kassierer, Irmgard Stuke als Schriftführerin und Friedrich Brinkemper als Beisitzer neu gewählt wurden. Außerdem beschloss der Verein einstimmig, den Mitgliedsbeitrag von bisher 36 Euro im Jahr auf 120 Euro anzuheben. Angesichts der fortgeschrittenen Planungen erinnerte die Erste Vorsitzende, Gabi Brinkemper, die Mitglieder daran, zu überlegen, wie viel Quadratmeter ihre Wohnung haben solle und wie diese gestaltet werden sollten. Ziel der Gemeinschaft sei es, gemeinsam das Grundstück zu erwerben und zu bebauen und dabei die Interessen jedes Mitglieds zu berücksichtigen. Gabi Brinkemper kündigte an, dass der Verein sich verstärkt an die Öffentlichkeit wenden wolle, wenn er die Grundstücke sicher habe.

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