Zweite Notunterkunft ist belegt



Gütersloh (mn) - Auch die zweite Notunterkunft für Flüchtlinge in Gütersloh ist belegt: Mit dem ersten von vier Bussen kamen am Mittwoch gegen 16 Uhr rund 50 Menschen, die in Deutschland Asyl begehren, an der Sporthalle in Spexard an. Weitere etwa 150 Flüchtlinge folgten nach und nach.

Mit dem ersten von vier Bussen kamen am Mittwochnachmittag vor allem junge Männer zur Flüchtlings-Notunterkunft in der Sporthalle Spexard.

In dem ersten, von der Zentralen Ausländerbehörde in Bielefeld kommenden Bus saßen vor allem junge Männer. Hinzu kamen ein paar Familien mit kleinen Kindern. Die Flüchtlinge wurden von Helfern des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und Sicherheitskräften begrüßt, mit Getränken versorgt und durch einen Nebeneingang in die seit Montag zur Notunterkunft umgerüsteten Sporthalle geleitet, wo zunächst eine medizinische Erstuntersuchung und die Registrierung auf dem Programm standen. Danach wurden die Männer und Frauen auf die Schlafplätze in den verschiedenen Bereichen der Halle verteilt.

Helfer für Betreuung der Flüchtlinge gesucht

Wie am Freitag in Friedrichsdorf, als die erste Notunterkunft in der Sporthalle Alte Ziegelei die ersten 200 Flüchtlinge aufnahm, ging es auch gestern in Spexard ruhig und entspannt zu. Daumen hoch – mit dieser Geste signalisierten einige Ankömmlinge ihre Freude und Erleichterung gegenüber den wenigen Bürgern, die das Geschehen verfolgten. 33 ehrenamtliche Kräfte vornehmlich aus Halle, Versmold und Harsewinkel hatte das Rote Kreuz am Mittwoch im Einsatz. Sie profitieren inzwischen von den Erfahrungen, die sie mit anderen Notunterkünften schon gemacht haben.

Weitere ehrenamtliche Helfer sowie solche, die sich vorübergehend auch hauptamtlich um Flüchtlinge kümmern wollen, werden noch gesucht – vor allem für die Nächte, berichtete Kreisrotkreuzleiterin Ronja Flachmeyer. Meldungen nimmt der DRK-Kreisverband unter Telefon 05241/98860 entgegen. Bürger, die etwas spenden möchten, sind dort ebenfalls an der richtigen Adresse. Auch am Mittwoch haben Passanten in Spexard schon Unterstützung in Form von Arbeitskraft und Kleidung angeboten.

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