0:1 - SCW unterliegt in Lippstadt


0:1-Derbyniederlage beim SV Lippstadt: Fehlstart für Fußball-Regionalligist SC Wiedenbrück im Saisoneröffnungsspiel

Für Saban Kaptan (l.) und den SC Wiedenbrück war in Lippstadt mehr möglich. Gerade vor der Pause war der SCW spielbestimmend.

Rheda-Wiedenbrück (rol) - Daniel Brinkmanns Blick ging ins Leere. „Den Saisonstart haben wir uns natürlich ganz anders vorgestellt“, sagte der Trainer des Fußball-Regionalligisten SC Wiedenbrück, nachdem seine Mannschaft das erste Spiel der neuen Serie mit 0:1 (0:1) beim SV Lippstadt verloren hatte. Das Tor des Tages erzielte vor 800 Zuschauern in der Liebelt-Arena ausgerechnet ein waschechter Wiedenbrücker Junge. Marvin Mika startete in der 33. Minute in eine Lücke in der Kette, nahm einen langen Ball auf, umkurvte SCW-Keeper Marcel Hölscher und vollendete eiskalt. Mika hatte bereits nach drei Minuten im Anschluss an einen Fehler von Niklas Szeleschus eine glasklare Gelegenheit, ging in jener Szene aber leer aus.

Gäste vor der Pause nicht effektiv genug

Gäste-Trainer Daniel Brinkmann ärgerte sich, dass sein Team vor der Pause zu wenig aus seinem Übergewicht gemacht hatte. „In der ersten Halbzeit waren wir die dominante Mannschaft“, betonte der Verantwortliche. Tatsächlich bekamen die anfangs etwas ungeordneten Wiedenbrücker die Begegnung nach zehn Minuten besser in den Griff. Was Zählbares sprang nicht dabei heraus. Der aufgerückte Innenverteidiger Bjarne Pudel verfehlte in der 14. Minute im Anschluss an eine Szeleschus-Flanke mit dem Kopf das SVL-Gehäuse. Szeleschus selbst versuchte es zwei Minuten später mit einem Schuss aus zentraler Position, der ebenso folgenlos blieb. 

Nicht nur wegen der ausgelassenen Chancen wirkte das Spiel des SCW weniger zwingend als während der Vorbereitung. „Wir haben oft den letzten Schritt nicht gemacht“, kritisierte Brinkmann seine Spieler. „Ich hatte das Gefühl, dass wir nicht griffig genug waren“, lautete die Kurzanalyse seines Torhüters Marcel Hölscher. „Das bin ich nach den letzten Wochen von unserer Mannschaft gar nicht gewohnt“, fügte der Schlussmann hinzu. 

In Hälfte treten Hausherren auf die Bremse

Im zweiten Abschnitt war die Begegnung zerfahren, wobei sich die Hausherren aus Lippstadt geschickter verhielten und das Tempo aus dem Wiedenbrücker Spiel nahmen. Torgelegenheiten waren nun eine Rarität. Nochmals war es Marvin Mika, der in der 54. Minute Gefahr vor dem Tor der Auswärtsmannschaft heraufbeschwor. Marcel Hölscher war aber zur Stelle und verhinderte Schlimmeres. Nicht nur die Niederlage schmerzte die Gäste, sondern auch die Verletzung von Oli Zech, der in der Schlussphase (77.) vom Feld geführt werden musste. Ein längerer Ausfall des Routiniers wäre sicherlich eine schwere Hypothek für die nächsten Wochen.

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