24 Stunden Schwimmen im Nordbad



Gütersloh (gl) -  „Hoffentlich ist das Wetter wenigstens jetzt halbwegs in Ordnung“, wünscht sich Peter Offers, dass sich für seinen Gütersloher SV der hohe organisatorische Aufwand für das 24 Stunden Schwimmen auch durch eine hohe Teilnehmerzahl belohnt wird.

findet am Wochenende das 24 Stunden Schwimmen im Nordbad statt

 „Und die ist bei einer Schwimmveranstaltung im Freibad nun einmal in erster Linie von den Temperaturen abhängig“, weiß der GSV-Chef. 2009 hatten bei hochsommerlichen Bedingungen 605 Starter stattliche 1633,90 Kilometer von den Bahnenzählern notieren lassen. Im letzten Jahren brachten 326 Teilnehmer bei frühherbstlichen Temperaturen wie in den letzten Tagen immerhin 1073,85 Kilometer zusammen. Offers sah deshalb den Trend bestätigt, dass immer mehr Leute die sportliche Herausforderung suchen und sich lange Strecken vornehmen.

Weil das Nordbad in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag feiert, haben sich zwei Gütersloher Schwimmmeister besondere Strecken vorgenommen. „Für jedes Jahr einen Kilometer“, heißt das Ziel von Marco Höckelmann und Heinz-Hermann Engelmeier. „So eben aus dem Ärmel schütteln kann man so eine Leistung natürlich nicht, da musst du schon über einen längeren Zeitraum drei, vier Kilometer am Trag trainieren“, berichtet Höckelmann, dass er in den letzten Wochen und Monaten in seinem Nordbad nicht nur Dienst geschoben hat.

 Offenbar stimmt die Form des Schwimmmeisters, der bei der Vorbereitung so ganz nebenbei fast zwanzig Kilogramm abgenommen und mit 96 Kilogramm „mein Kampfgewicht erreicht“ hat. Bei den niedersächsischen Meisterschaften im Freiwasserschwimmen über fünf Kilometer schlug er jedenfalls nach 1:12:22 Stunden als Sieger in der Altersklasse 35 an. „Aber das Rennen fand in einem Kanal statt, im Freibad zu schwimmen ist etwas ganz anderes“, will er von Samstag 14 Uhr bis Sonntag 14 Uhr in einem ähnlichen Rhythmus wie Engelmeiers seine 800 Bahnen a’ 50 Meter ziehen.

 „Nachdem ich vor zwei Jahren 33 Kilometer geschwommen bin, war ich so fertig, dass ich gesagt habe, so einen Blödsinn mache ich nie wieder, aber jetzt hat mich der Ehrgeiz noch einmal gepackt“, erzählt Höckelmann. „Ich kann nur hoffen, dass es nicht so kalt wird“, verweist der Schwimmeister auf den Einfluss der äußeren Bedingungen.

Trainingspartnerin Nina Höhmann vom Gütersloher SV, die im Übrigen mit 1:19,22 Stunden niedersächsische Vizemeisterin in der Altersklasse 20 wurde, hatte diesen Wettkampf als Ersatz ausgesucht. „Ich bin gespannt, was unsere eigenen Schwimmer im Nordbad abspulen werden“, sagt Offers. Auf jeden Fall würde der GSV eine Aktiven- und eine Elternstaffel stellen. Da außerdem einige Schulen ihren Staffelstart angekündigt hätten, hofft der Vorsitzende des GSV mit dem 24-Stunden-Schwimmen auch wieder viele junge Leute für seinen Sport zu begeistern und in den Verein zu locken.

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