Abgespeckte Weltmeisterschaft in der Gütersloher Stadthalle


 Kegeln, so bedauert Petra Rähse vom geschäftsführenden Vorstand des Kv Gütersloh-Rheda, würde von vielen Außenstehenden leider immer noch mit Kneipe, Bier und Schnaps verbunden. 

Auf internationalem Top-Niveau wird am Wochenende in der Gütersloher Stadthalle gekegelt.

Gütersloh (cas) - Dass Kegeln aber auch knallharter Leistungssport ist, davon können sich die Zuschauer am Wochenende auf den Bahnen der Gütersloher Stadthalle überzeugen. Hier werden erstmals die Internationalen Kegelshop Open in den Altersklassen U16 bis U45 ausgetragen, eine wegen Corona abgespeckte Weltmeisterschaftsversion. Kurz und knackig geht‘s am Samstag (ab 10 bis 17.30 Uhr) und am Sonntag (11 bis 15 Uhr) zu. 

Wobei es sich eigentlich um eine Europameisterschaft handelt. Denn alle sechs teilnehmenden Zweierteams - Belgien, Niederlande, Luxemburg, Kroatien, Frankreich und Deutschland - gehören zum „Alten Kontinent“. Statt wie üblich 120 Würfe führen die Sportler bei der „WM light“ nur 80 aus. „Das heißt: Jeder Fehler wird nicht verziehen“, fügt Petra Rähse an. Auch die Wertung nach Punkten unterscheidet sich vom üblichen Modus. „Diese Veranstaltung ist quasi ein Probelauf. 

Bewährt sich das neue, kompaktere System, könnte es den bisherigen WM-Modus ablösen,“ mutmaßt die Gladbeckerin, die seit vier Jahren dem Kv angehört. Ihre talentierte Tochter Christiane, die für den Kv die Kugel rollen lässt, gehört wie Vereinskollegin Jana Mechsner dem U20-Nationalkader an. Für eine WM-Nominierung indes hat es nicht gereicht, weil beide corona-bedingt kaum Wettkämpfe austragen konnten. 

Kosten entstehen dem Veranstalter nicht. Die 32 Teilnehmer werden von ihren jeweiligen Nationalverbänden finanziell unterstützt. Zuschauer sind in begrenzter Zahl willkommen. „30 bis 35 dürfen das Geschehen sogar direkt an den Bahnen verfolgen“, berichtet Petra Rähse. Sie ist froh, dass es im dritten Anlauf endlich geklappt hat: Die Internationale Meisterschaft der Senioren und die Junioren-WM, die der Kv ausrichten sollte, fielen der Pandemie zum Opfer. Na denn, gut Holz!

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