Alle wollen den Ball, nur nicht der Gegner des SCW 



Jeder will doch beim Kicken den Ball haben. Stimmt‘s? Wegberg-Beeck, Gegner des SC Wiedenbrück, würde darauf mit nein antworten.

Einer, der das Auge für die Abwehrlücke hat. Saban Kaptan (r.) ist ein aussichtsreicher Anwärter auf einen Einsatz in der SCW-Anfangsformation. Foto: Dünhölter

Rheda-Wiedenbrück (rol) - Dass Fußball-Regionalligist SC Wiedenbrück (Samstag, 25. September, 14 Uhr) im Spiel gegen den FC Wegberg-Beeck ständig tief in der eigenen Hälfte steht, ist fast ausgeschlossen. Der Gast ist Tabellenvorletzter, hat bislang in dieser Saison noch nicht gewonnen und in acht Spielen erst fünf Tore erzielt.

Widersacher bescheiden und trotzdem unangenehm 

SCW-Trainer Daniel Brinkmann bestätigt diesen ersten Eindruck. „Das ist keine Mannschaft, die den Gegner an die Wand spielt.“ Aber dennoch sei Wegberg-Beeck unangenehm, stehe kompakt und überlasse dem Kontrahenten gerne die Kugel. „Wir werden viel Ballbesitz haben“, prognostiziert Brinkmann. Damit sich das auszahlt, müssten im Vergleich zur 0:1-Pokalniederlage in Rhynern die Flanken, der Torabschluss und die Besetzung der Box besser werden.

Als „Blamage“ will er das Pokalaus am Papenloh nicht bezeichnen. Der Gegner sei ein ambitionierter Oberligist gewesen. „Das kann passieren“, weiß der Verantwortliche aus langjähriger Erfahrung. 

„Kinderriegel“ bittere Pille für Wegberg-Beeck 

Ebenso sicher wie die defensive Ausrichtung des heutigen Widersachers ist wohl die Rückkehr des 19-jährigen Tim Böhmer und des 20-jährigen Bjarne Pudel ins SCW-Abwehrzentrum. „Der Kinderriegel“, nennt Daniel Brinkmann dieses Gespann beinahe liebevoll. Riegel trifft’s in jedem Fall, weil dieses Gespann im Vierer-Verbund mit Leon Tia rechts und Beytullah Özer beziehungsweise Daniel Latkowski links erst vier Gegentore zugelassen hat. Es ist der Liga-Topwert. Selbst die Teams von Platz eins bis fünf, RW Essen, Preußen Münster, Oberhausen und Fortuna Köln, haben mehr Gegentreffer kassiert. 

Das lässt sich natürlich nicht nur an den Jungs in der Kette festmachen. Alle SCW’er arbeiten gut gegen den Ball. Bleibt das heute so, und steht am Ende die Null, würde Wiedenbrück im sechsten Spiel in Serie unbesiegt bleiben.

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