Auch Gütersloher Dalkeman nicht ausgebucht



Zweimal hat der Dalkeman, der  vom Triteam Gütersloh GTV organisierte Triathlon, nur als virtuelle Auflage stattfinden können.  Das ist am Sonntag vorbei. 

Ab 9 Uhr brodelt das Wasser wieder im Gütersloher Nordbad.    Doch so viel Triatlehtinnen und Triathleten wie vor der Coronapause sind beim 21. Dalkeman nicht am Start.

Gütersloh (zog) -  Wenn um 9 Uhr der erste Startschuss fällt und die Verbandsligatriathleten das Wasser im 50-m-Nordbadbecken zum Brodeln bringen, dann wünscht sich Carsten Kuhlmann, dass der Gefühls-Dreikampf, den der Gütersloher TV bei der Organisation erlebte, um den Faktor Erleichterung erweitert wird.

Freude, Herausforderung, Verwunderung

Zuerst einmal war es nämlich pure Freude, die Veranstaltung   wieder in gewohnter Form fast ohne Einschränkungen ausrichten zu dürfen. Dann kam die Motivations-Herausforderung, zu erst einmal sich selbst und dann die insgesamt 100 Helfer wieder „auf Betriebstemperatur“ zu bringen. Dazu addierte sich alsbald Verwunderung (und vielleicht auch etwas Frust) über schleppende Anmeldezahlen.  „Das geht derzeit allen Veranstaltern so. Wir haben durch die Ligen ja noch 500 Starter sicher“, sagt der 53-Jährige, der den Gütersloher Dalkeman mit Start und Ziel im Nordbad zum fünften Mal als Leiter organisiert.

 „Hätte schon gedacht, dass uns die Leute  die Bude einrennen“

„Ehrlich gesagt, hätte ich schon gedacht, dass uns die Leute nach drei Jahren Pause die Bude einrennen“, gibt Kuhlmann zu. Stattdessen sind aktuell über die Volksdistanz (0,5/20/5) noch etwa 20 und auch über die Kurzdistanz (1/40/10), bei der die Dalkewoman und der Dalkeman gekürt werden, noch 30 Startplätze frei. „An- und Ummeldungen werden auch am Veranstaltungstag möglich sein“, verkündet Kuhlmann.

Keine Staffeln, kein „Yes, we can“

Für den Gütersloher sind in den Coronajahren gebuchte und bezahlte Startplätze, die nun eingelöst werden können, ein Grund für die Zurückhaltung vieler Athleten. Auch, weil der „Yes, we Can“-Anfänger-Kursus nicht stattfinden konnte, fehlen Starter. Auf den Staffelwettbewerb hatten die Veranstalter aufgrund der unklaren Pandemielage bei der Ausschreibung verzichtet. 

Bei den Frauen haben mit Mareike Walkenhorst (Bielefeld) und Viktoria Rath zwei frühere Dalkewomen gemeldet. Bei den Männern ist beim Blick auf die Starterliste über die Kurzdistanz kein heißer Siegeskandidat zu entdecken.

Früherer Teamweltmeister Löschke startet für Rostock

 Dafür freut sich Kuhlmann beim Zweitliga-Starterfeld über einen Weltmeister. Denn Franz Löschke, der am Sonntag für das TriTeam triZack Rostock startet, hat 2013 gemeinsam mit den späteren Hawaii-Siegern Jan Frodeno und Anne Haug die WM-Staffel gewonnen. In der zweiten Liga startet auch Trispeed Marienfeld mit Roman Reeschke, Tim Zudrop, Lukas Buhl, Claas Bradler und Sascha Thiel. Dieser Wettkampf wird als Teamstaffel ausgetragen, es wird als Quartett geschwommen, Rad gefahren und (teils mit Anschieben) gelaufen.

 Die vier Verbandsligastarter Dominik Bahr, Daniel Buchwald, Julian Oldenburg und Marian Kuhlbusch sind die einzigen Aktiven des Tri Teams Gütersloh im GTV, die nicht helfen müssen. In der NRW-Liga geht das TriSport Team Verl an den Start.

„Sind der Stadt Gütersloh dankbar“

„Wir sind der Stadt Gütersloh dankbar, dass sie uns in vielem unterstützt und wohlgesonnen ist“, mussten die Organisatoren das Startgeld dennoch etwas erhöhen, um die gestiegenen Kosten wie für das Ausleihen der Absperrgitter oder die Zeitnahme auszugleichen. „Wir hoffen, dass wir am Ende gut aus der Veranstaltung herauskommen“, freuen sich Kuhlmann, das Orgateam und alle Helfer über jeden Zuschauer („Wir haben ganz kurze Wege bis zur Rad- und Laufstrecke“), aber auch über jeden Starter und Nachmelder.

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