Effizienter SC Verl kehrt in die Erfolgsspur zurück



Nachdem der SC Verl zuletzt zwei Siege spät noch aus der Hand gegeben hatte, machte es der heimische Fußball-Drittligist beim FSV Zwickau besser.

Kasim Rabihic (l.) bereitete einen Treffer vor und erzielte zudem das 3:1 für den SC Verl. Archivfoto: Dünhölter

Verl (de) – Nach vier sieglosen Spielen in Folge hat Fußball-Drittligist SC Verl  mit dem 3:1-Sieg beim FSV Zwickau wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden und sich Luft auf die unteren Tabellenregionen verschafft. Verl reichten je fünf starke Minuten vor und nach der Pause für die drei Tore.

43 Minuten lang war vom Sportclub in der ersten Halbzeit fast nichts zu sehen, den Gästen fehlten in der Offensive die zündenden Ideen. Ganz anders Zwickau. In der Saison noch sieglos, trieben Dustin Willms und Can Coskun die „Schwäne“ immer wieder nach vorne. Der vierte Eckball leitete schließlich die Führung ein. Von Coskun an den Fünfmeterraum geschlagen, stieg Marco Schikora höher als Lukas Petkov und wuchtete den Ball per Kopf zum 1:0 ins Netz (36.). Der verdiente Lohn für das größere Engagement. 

Sportclub erneut mit Comeback-Qualitäten

Oft genug bereits hat der Sportclub seine Comeback-Qualitäten unter Beweis gestellt. So auch diesmal in der Schlussphase des ersten Durchgangs. Bei einem langen Ball auf Kasim Rabihic verschätzte sich Coskun, der Verler legte den Ball mustergültig für Vinko Sapina auf, der flach zum Ausgleich einschoss (43.). 

Auch an der Entstehung des zweiten Verler Treffers war Zwickaus Coskun beteiligt, denn dessen Foul an Ron Berlinski ahndete Schiedsrichter Martin Speckner mit einen Freistoß. Den schlug Rabihic hoch in den Strafraum, Königs Klärungsversuch klatschte gegen die Latte, von der der Ball Verls aufgerücktem Innenverteidiger Steffen Schäfer erst auf den Fuß und dann ins Tor prallte (45.). Noch vor der Pause drehte Verl die Partie. 

Zwickau mit Offensiv-Feuerwerk

Obwohl Kasim Rabihic nur eine Minute nach Wiederanpfiff mit der dritten Sportclub-Chance das 3:1 nachlegte, durfte sich der Sportclub längst noch nicht sicher fühlen. Zumal Zwickau plötzlich ein Offensiv-Feuerwerk abbrannte. Göbel (54.), König (55.), Möker (56.) und König (65.) hatten den Anschlusstreffer auf dem Fuß, aber Torwart Niclas Thiede zeigte starke Reflexe. 

Offensiv kam von den Gästen nicht mehr so viel, dafür standen sie in der Defensive diesmal sicher, auch wenn Verl sein Glück ein wenig strapazierte. Doch anders an in den Spielen gegen Halle und Viktoria Berlin gab der SC Verl diese Führung nicht mehr aus der Hand und feierten den dritten Saisonsieg. „Nach den Rückschlägen der letzten Wochen war es nicht selbstverständlich, so aufzutreten“, genoss Verls Trainer Guerino Capretti den Sieg beim FSV Zwickau: „Es hat Spaß gemacht zuzuschauen.“

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