FC Gütersloh muss gewinnen, Clarholz kann nur gewinnen 


In der Fußball-Oberliga reisen der FC Gütersloh und Victoria Clarholz ins Siegerland. Für den FCG ist Gewinnen Pflicht, für Clarholz nicht. 

„Oh oh, da kommt was auf uns zu.“ Oliver Cylkowski tritt mit Clarholz beim Liga-Riesen Kaan-Marienborn an und kann dort nur gewinnen. Foto: Rollié

Kreis Gütersloh (rol/de) - Sportlich verfolgen sie unterschiedliche Ziele. Während der FC Gütersloh in der Tabelle nach oben blickt, geht es für den TSV Victoria Clarholz um den Klassenerhalt. Doch am 19. September eint die beiden heimischen Fußball-Oberligisten ein Ziel. Zumindest geografisch.  Denn beide Teams machen sich auf ins Siegerland, könnten eigentlich eine Fahrgemeinschaft bilden. Beim TuS Erndtebrück ist der FC Gütersloh ab 15 Uhr gefordert, zur gleichen Zeit tritt Victoria Clarholz beim 1. FC Kaan-Marienborn an. 

Rob Reekers und Julian Hesse gut gelaunt  

TuS Erndtebrück – FC Gütersloh: Die Gastgeber warten noch auf ihren ersten Saisonsieg, zwei Unentschieden und eine Níederlage stehen für das Team aus dem Pulverwaldstadion bisher in der Bilanz. Geht es nach FCG-Trainer Julian Hesse, soll der Gastgeber am Sonntag noch nicht in die Erfolgsspur finden. „Wir wollen dort gewinnen“, sagt Hesse, und fügt mit einem Schmunzeln hinzu: „Aber was soll ich auch anderes sagen, denn unser Sportlicher Leiter Rob Reekers steht gerade neben mir.“ 

Tief stapeln ist allerdings bei den Güterslohern nicht erforderlich, auch wenn es zur Heimpremiere im Heidewald am vergangenen Sonntag bei einem torlosen Remis gegen den TuS Haltern blieb. „In der Partie haben wir vieles richtig gemacht“, bekräftigt Hesse, der sich für die Partie in Erndtebrück allerdings mehr Effektivität beim Torschuss wünscht. Zur Vorbereitung auf den Belag im Pulverwaldstadion verlegte der FCG die letzten Trainingseinheiten auf Kunstrasen. 

Hankemeier: „Keiner erwartet was von uns“

1. FC Kaan-Marienborn – Victoria Clarholz: „Keiner erwartet was von uns“, sagt Victoria Clarholz’ Trainer Christopher Hankemeier und trifft den Nagel auf den Kopf. Beim 1. FC Kaan-Marienborn (Sonntag, 15 Uhr) kann das Team aus dem Holzhofstadion nur positiv überraschend. Der Gastgeber ist ein Gegenmodell zum Ausbildungsverein Clarholz. Vor der Saison verpflichtete der Club aus dem Siegener Ortsteil unter anderem Daniel Hammel aus der 1. luxemburgischen Liga und den dritt- und regionalliga-erprobten Markus Parzurek von Borussia-Mönchengladbach II. Wohin die Reise der Südwestfalen gehen soll, ist damit hinreichend beantwortet. 

„Wir können uns trotzdem nicht nur hinten reinstellen“, betont Christopher Hankemeier. „Wir müssen phasenweise mitspielen.“ Ansonsten seien Gegentreffer nur eine Frage der Zeit. Ob Carsten Strickmann spielen kann, entscheidet sich nach einem Gespräch mit dem Routinier. Klar ist, dass die jüngst noch gesperrten Andrej Dreichel und Jonas Ströker wieder mitwirken dürfen.

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