FC Güterslohs Konkurrenz kommt näher



Bad Oeynhausen (de). Die Konkurrenten atmen auf, der Siegeszug von Westfalenligist FC Gütersloh ist gestoppt. Beim FC Bad Oeynhausen kam das Team von Trainer Dirk Flock trotz zweimaliger Führung nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus und hat nur noch einen Punkt Vorsprung auf die Verfolger Hamm und Lippstadt.

Als Lennard Warweg nach nur sieben Minuten eine Flanke von Alexander Schiller mit anschließender Verlängerung von Matthäus Wieckowicz zum 1:0 einköpfte, zweifelte der zahlreich mitgereiste Gütersloher Anhang kaum noch am achten Sieg in Folge.

Doch zu dem Zeitpunkt hatte der FCG mit Temel Hop bereits einen seiner besten Spieler der vergangenen Wochen verloren. „Beim Rückwärtssprint zog es plötzlich im Oberschenkel“, verließ Hop nach nur vier Minuten mit Verdacht auf eine Zerrung den Platz. Zudem stand der holprige Rasen dem bevorzugten Gütersloher Kurzpassspiel sehr im Wege.

FC Gütersloh 2000: Opitz – Eggert, Degelmann, Plucinski, Kroos – Brinkmann (46. Becker), Zodrow, Hop (4. Wieckowicz), Warweg (70. Schröder), Röber – Schiller

Die Vorteile lagen dennoch klar auf Seiten des Tabellenführers. So hätte Pascal Röber nach 22 Minuten das 2:0 machen müssen, doch in zentraler Position rutschte er an der Wieckowicz-Flanke vorbei. Drei Minuten später entschärfte Bad Oeynhausens Keeper Nico Pieper einen scharfen Schuss Lennard Warwegs.

Es bedurfte schon der Gütersloher Unterstützung, damit die Hausherren zum Ausgleich kamen. Ein Wieckowicz-Fehlpass in der eigenen Hälfte landete schließlich bei Jannik Göhner, der mit einer Bogenlampe aus 25 Metern FCG-Torwart Alexander Opitz zum 1:1 überlistete (32.). „Mit Schönspielen ist heute nichts, hier müssen sie sich durchquälen“, erkannte Aufsichtsratmitglied Jörg Siekmann die Gütersloher Probleme.

Mit einem wuchtigen Schuss vollendete Patrick Plucinski eine Schiller-Ecke zur 2:1-Führung der Gäste (73.), die auch in der Folgezeit spielerisch die tonangebende Mannschaft waren und durchaus Chancen zur Resultatsverbesserung besaßen. Röber (76.) und Schiller (84.) scheiterten jedoch. Die ersten Gütersloher Fans bereiteten sich schon zum Jubeln über den achten Sieg vor, als Gütersloh es nicht schaffte, das Leder nach einem Freistoß aus der Gefahrenzone zu schlagen und Stephan Seinert eine Flanke am langen Pfosten zum 2:2 einköpfte (88.). Statt lautstark zu jubeln, rollten die FCG-Anhänger dann still ihre zahlreich aufgehängten Fahnen wieder ein.

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