Fehlerquote vermasselt HSG den Auftakt



Gütersloh (gl). Trotz Euphorie vor dem Hamburg-Pokalkracher und trotz recht ordentlicher Leistung: Beim Handball-Oberliga-Saisonauftakt der HSG Gütersloh war Drittligaabsteiger HSE Hamm die  abgeklärtere Mannschaft, die sich weniger Fehler leistete und verdient mit 33:26 (16:13)  gewann.

die  HSG Gütersloh, hier Alexander Stammeier, zum Saisonauftakt gegen  HSE Hamm.

 In der Summe waren es die vielen kleinen Fehler, die sich die Wieling-Sieben vor allem im Angriff leistete, die den Ausschlag gaben. „Hamm hat im Angriff gegen all unsere Abwehrvarianten lange und konsequent gespielt und dabei Geduld bewiesen. Das zeichnet eine Mannschaft aus, die am Ende oben steht“, verglich HSG-Trainer Matthias Wieling.

 Der stellte seine noch beim Pokalsieg sehr erfolgreiche 4:2-Abwehr auch aufgrund des Fehlens von Aljoscha Ziegler (Bruch des rechten großen Zehs) auf 5:1 und 6:0 um. Doch mit ihrem starken Halbrechten Christian Sterz (7), mit Kreisläufer Honerkamp (5) oder Philipp Trattner (4) im linken Rückraum waren die gut eingespielten Hammer immer torgefährlich.

Nach 2:1-, 3:2- und 4:3-Führung lagen die Gütersloher ständig hinten, hielten den Rückstand aber bis zum 11:13 auf zwei Tore begrenzt. Richtig deutlich wurde es beim 14:20 kurz nach Wiederanpfiff (36.). Doch die Mannschaft des erneut ständig durchwechselnden „Matze“ Wieling steckte nie auf. Obwohl das Gegenstoßspiel nicht wie erhofft ins Rollen kam, obwohl die Brüder Thorsten und Christoph Harbert nicht wie gewohnt ins Spiel kamen, hätte das Spiel nach zwei Haubrock-Toren zum 20:23 noch einmal kippen können.

 Doch genau wie beim 22:25 waren es jetzt leichte Fehler, wie eine vergebene dicke Torchance oder ein zu tief angesetzter Pass an den Kreis, die verhinderten, dass die HSG nochmal auf zwei Tore herankam. „Dann wäre vielleicht nochmal etwas gegangen. Doch wir haben uns auch im ersten Durchgang ein paar Fehler zu viel erlaubt und es insgesamt nicht geschafft, unsere zweite Welle effektiv nach vorn zu bringen“, sagte Wieling.

Als die Gütersloher am Ende ganz schnell noch Tore erzielen wollten, freuten sich die ganz cool konternden Hammer über drei Gegenstoßtreffer in der Schlussminute vom 26:30 zum 26:33-Endstand.

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