FSV-Frauen treiben junge Wölfinnen vor sich her


Die Zweitliga-Fußballerinnen des FSV Gütersloh sind in der Tabelle mächtig geklettert. Ursächlich dafür war ein Top-Spiel gegen den VfL Wolfsburg II.

Shpresa Aradini feiert mit Torschützin Noreen Günnewig einen der sechs FSV-Treffer. Foto: Rollié

Rheda-Wiedenbrück (rol) - Shpresa Aradini scherzte in der 74. Minute nach ihrer Auswechslung mit dem Publikum, die verletzte Kapitänin Marina Hermes war trotz ihrer Zuschauerrolle bestens gelaunt. „Wenns so läuft“, sagte die Mannschaftsführerin des FSV Gütersloh mit einem Augenzwinkern und freute sich ausgelassen über den 6:0 (3:0)-Sieg ihres Teams gegen den VfL Wolfsburg II. Selbstverständlich war auch FSV-Trainer Steffen Enge nach dem Hattrick von Annalena Rieke (6. Minute, 29., 33.) sowie den weiteren Treffern von Noreen Günnewig (54.), Celina Baum (62.) und Paula Reimann (80.) hochzufrieden. „Unser Spiel war variabel, kreativ und sicher“, lobte der 55-Jährige seine Elf, die ein deutliches Zeichen der Stärke setzte.

Jahns Verletzung Wermutstropfen

Einzig die Verletzung von Pamela Jahn trübte die Stimmung. Die Außenverteidigerin wurde nach 20 Minuten übel von hinten umgetreten und musste mit einer Knieverletzung raus. Wie schwerwiegend die Blessur ist, müssen weitere Untersuchungen ergeben. 

Ein kleiner Schönheitsfehler war für Enge die Phase zwischen der 20. und 33. Minute, als Gütersloh ein wenig aus dem Tritt geriet, weil die jungen Wölfinnen ihr Anlaufverhalten veränderten und höher attackierten. In Sachen Effizienz und Torausbeute aber waren die Hausherrinnen eine Klasse besser als ihre Kontrahentinnen. Riekes dritter Streich in eben jener 33. Minute war schließlich ein echter Wirkungstreffer, denn ab diesem Zeitpunkt wirkten die Niedersächsinnen demoralisiert. 

Kunstvolles im zweiten Abschnitt

Somit boten sich in der zweiten Halbzeit sogar Gelegenheiten zu künstlerisch wertvollen Abschlüssen. Noreen Günnewig und Paula Reimann trafen mit platzierten Distanzschüssen aus 25 beziehungsweise 40 Metern Torentfernung. Celina Baum profitierte beim 5:0 von einem präzisen Zuspiel der bärenstarken Manndeckerin Melanie Schuster, die beinahe jeden langen Ball des VfL ablief und enorme Ruhe ausstrahlte. „Melli und Maren (Tellenbröker) sind gar nicht so schnell. Das wirkt aber so, weil sie ein gutes Stellungsspiel und ein gutes Auge haben“, lobte Steffen Enge seine Innenverteidigerinnen. 

Auch die sehenswerten Steckpässe zu Beginn hatten dem Verantwortlichen prima gefallen. Baum und Günnewig hatten Annalena Rieke zweimal glänzend freigespielt. Baum war übrigens mit einer Flanke von der linken Seite auch am vorentscheidenden dritten Tor des neuen Tabellendritten von der Dalke beteiligt.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.