FSV Gütersloh: Unverdientes 1:2 zum Saisonstart


Mit einer 1:2-Niederlage gegen den Erstliga-Absteiger MSV Duisburg ist Frauenfußball-Zweitligist FSV Gütersloh in die neue Saison gestartet.

Kurzer Glücksmoment: Celina Baum (v. r.), Torschützin Annalena Rieke und Shpresa Aradini jubeln über den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleichstreffer des FSV Gütersloh gegen Duisburg.

Rheda-Wiedenbrück (cas) - Das war eine unnötige Niederlage: Die Zweitliga-Fußballerinnen des FSV Gütersloh sind mit einer unglücklichen 1:2 (1:1)-Schlappe gegen Ex-Erstligist MSV Duisburg in die neue Saison gestartet.Dementsprechend betrüblich fiel das Fazit von Trainer Steffen Enge aus. „Wir haben absolut unverdient verloren. Denn wir waren ab der 30. Minute die klar spielbestimmende und insgesamt auch bessere Mannschaft“, ärgerte sich der Trainer über den vermeidbaren Auftakt-Patzer. 

Nur in der ersten halben Stunde hatten die Gastgeberinnen einige Mühe mit dem zunächst dominierenden MSV. Pech, dass der FSV in Unterzahl in Rückstand geriet. Als Miray Cin nach einer Flanke den Ball aus kurzer Distanz zum 0:1 eindrückte, wurde die verletzte Josefine Neß am Spielfeldrand behandelt. Mit ihr wäre das wohl kaum passiert, denn der Treffer entwickelte sich ausgerechnet auf der rechten Seite, die die bis dahin fehlerlose Josefine fest im Griff hatte. 

Die ausgewechselte Pechmarie machte sich dann humpelnd und mit bandagiertem Fuß auf dem Weg in Kabine, begleitet von tröstendem Beifall der Zuschauer. „Ihre Verletzung ist zum Glück nicht ganz so schlimm“, rechnet Steffen Enge nicht mit einem längeren Ausfall der Verteidigerin. 

Rieke erzielt den Ausgleich

In der letzten Viertelstunde des ersten Durchgangs ergriff der FSV endlich die Initiative, wurde mutiger und offensiver. Der Lohn dafür blieb nicht lange aus: Noch vor der Pause erzielte Annalena Rieke aus einem Gewühl heraus den jetzt verdienten Ausgleich. 

Die Enge-Schützlinge gaben nach Wiederanpfiff weiter den Ton an. Zwei Distanzschüsse von Rieke und ein weiterer von Pamela Jahn verfehlten nur knapp das Gehäuse. „Wir haben gut Druck gemacht, kamen allerdings nicht zu glasklaren Chancen“, räumte der Trainer ein. Auch Geschäftsführer Michael Horstkötter vermisste den „krönenden Abschluss“. 

In dieser Beziehung stellten sich die „Zebra-Damen“, die mitunter ganz schön kräftig auskeilten, cleverer an: Einen Freistoß aus rund 20 Metern versenkte Selina Vobian zum schmeichelhaften Siegtreffer zwölf Minuten vor Spielende, „Obwohl die Duisburgerinnen Profis und wir nur Amateure sind, war es eine Partie zumindest auf Augenhöhe“, grämte sich Horstkötter nicht allzu lange über den Fehlstart.

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