„Gelb-Schwäche“ kostet Team Konrad den Sieg


Im Saisonfinale auf dem Nürburgring gelang dem Verler Motorsportteam von Franz Konrad der Sprung aufs Podium. 

Führungsarbeit des Konrad-Lamborghini im Bereich Schwalbenschwanz – am Ende erreicht das Motorsportteam des Verlers Franz Konrad auf dem Nürburgring den dritten Platz. Foto: Heermann

Verl (ph) - Konrad Motorsport hatte jetzt Grund zum Feiern: Beim Saisonfinale der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) eroberten Axcil Jefferies (Montabaur) und Jordan Pepper (Südafrika) mit dem türkisfarbenen Lamborghini Huracán GT3 Evo Rang drei. 

Neben der schnellsten Frikadelle, dem Porsche 911 GT3R von Frikadelli-Racing, nahm der Konrad-Lambo den besten Startplatz ein. Nach einigen lockeren Sprüchen zwischen den Teamchefs Franz Konrad und Klaus Abbelen wurde es Ernst. Im Startgetümmel behielt Jordan Pepper die Nerven und steuerte den Lambo als Führender in die erste Rennrunde. 

Spannender Schlagabtausch

Es wurde ein enger Schlagabtausch in den nächsten 3:15 Stunden. Die Windschattenduelle auf der langen Döttinger Höhe und Start-Ziel-Geraden bescherten spannende Positionskämpfe. Der Konrad-Lamoborghini war absolut konkurrenzfähig und die Hoffnung auf den ersten Gesamtsieg berechtigt. Zahlreiche Gelbphasen nach Unfällen oder technischen Defekten bremsten den Vorwärtsdrang immer wieder ein. So passierte es Jordan Pepper, dass er eine gelbe Flagge übersah und unerlaubt am führenden Falken-Porsche vorbeizog. Dafür gab es eine Durchfahrtsstrafe, die Sieges-Hoffnung war dahin.

 Axcil Jefferies übernahm nach sieben Runden und brachte den türkisfarbenen Lambo in Front. Nach dem letzten Boxenstopp behauptete Pepper zeitweise die Führung. Kurz vor Rennende kassierte er wegen Überholens unter Gelb eine Zeitstrafe von 35 Sekunden. So reichte es hinter dem Phoenix-Audi und dem Falken-Porsche für Axcil Jefferies/Jordan Pepper nur zu Platz drei. 

Konrad zieht positive Bilanz

Teamchef Franz Konrad gab sich versöhnlich: „Auch wenn ein Sieg möglich war, freue ich mich über ein Podium. Axcil und Jordan haben gezeigt, dass immer mit uns zu rechnen ist. Wir sind in diesem Jahr sieben Rennen auf der Nordschleife gefahren. Immer wieder bei vollkommen anderen Bedingungen. Ich liebe diese Strecke und saß am Donnerstag dort selbst für Testfahrten mit einem neuen Konrad-Fahrzeug im Cockpit. Der Prototyp der Marke Ginetta wird im kommenden Jahr in einer europäischen Serie eingesetzt. Die Fans können sich schon freuen. Und natürlich bleiben wir der Nordschleife auch mit unserem Lamborghini verbunden.“

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