Gelungener Probelauf in der Gütersloher Stadthalle



Der Kv Gütersloh-Rheda  als Ausrichter und die Bahnen der Gütersloher Stadthalle haben bei den „Kegelshop Open“ viel positive Resonanz abgeräumt.

Samuel Schlosser war mit Christian Junk auf Platz fünf bestes deutsches Duo.

Gütersloh (cas) -  Üblicherweise sind es Hobby-Kegler, denen mal die Kugel von der Bahn rollen kann. Doch vor einer „Pumpe“ sind selbst Asse nicht gefeit: Bei den internationalen „Kegelshop Open“ in der Gütersloher Stadthalle fabrizierte der Niederländer Mitchell Rosenboom, der angeblich schon Weltmeister war, gleich zweimal ein solches Missgeschick. 

Auch Profis passieren Pumpen

„Auch Profis sind nicht perfekt. Vielleicht lag das an der Nervosität“, vermutete Petra Rähse vom Organisationsteam des ausrichtenden Kv Gütersloh-Rheda, die einen Kegel-Krimi im Finale erlebte. Hier setzte sich Belgien (1142 Holz/23 Punkte) vor den Augen des begeisterten Bürgermeisters Norbert Morkes („Viel Spannung und Stimmung“) aufgrund der etwas besseren Holzzahl knapp vor den punktgleichen Luxemburgern (1100/23) durch. Die Niederlande (1090/18) mit Pumpen-Pechvogel Rosenboom belegten Platz drei vor Deutschland V (1043/15) mit den Nachwuchskeglern Christian Junk und Samuel Schlosser.

 Bestes deutsches Team auf Rang fünf

Doch auch mit dieser Platzierung zeigte sich Bundestrainerin Heike Steinmüller, die fünf nationale Teams in den Wettkampf geschickt hatte, sehr zufrieden und lobte den Ausrichter. „Tolle Kegelbahn und ein fast perfekter Veranstalter. Bis auf ein paar Kleinigkeiten gibt es nichts zu beanstanden“, sagte die 44-Jährige aus dem hessischen Linden. So hat der Kv jetzt schon den Zuschlag für zwei weitere Höhepunkte bekommen: Die Weltmeisterschaft der U18/U24 und die Senioren-WM werden 2023 in der Stadthalle ausgetragen.

2023 zwei Weltmeisterschaften in Gütersloh  

Am Wochenende galten die „Open“ aus Sicht des Dachverbandes Ninepin Bowling Schere (NBS) sozusagen als Probelauf hinsichtlich der Modus-Änderung: Alles kürzer und knackiger, wenngleich für die Teilnehmer das neue, etwas komplizierte Zählsystem (die jeweiligen Gesamtwürfe werden in Punkte umgerechnet) gewöhnungsbedürftig war. „Die Akteure mussten zwar viel rechnen, am Ende aber gab es von ihnen überwiegend Zustimmung für den abgespeckten Modus mit weniger Würfen“, berichtet Petra Rähse.

 Als die für Deutschland 1 startenden Maike Killadt (36/Lehrerin aus Remscheid) und Joelle Ehling (16/Schülerin aus Hessen) nach der Vorrunde ihre Punkte addierten, mussten sie feststellen: Es hat leider nicht gereicht für den Einzug ins Viertelfinale. „Es hätte besser laufen können, trotzdem waren wir mit unserem ersten gemeinsamen Auftritt auf internationaler Ebene nicht unzufrieden“, versicherte das Duo.

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