Handballfest vor 3033 Zuschauern



Bielefeld/Gütersloh (No) -  Beste Werbung in eigener Sache  haben die Oberliga-Handballer der HSG Gütersloh Mittwochabend in der Bielefelder Siedenstickerhalle betrieben. Denn trotz ihrer 25:42 (12:25)-Niederlage in der zweiten DHB-Pokalrunde durften sie erhobenen Hauptes die Halle verlassen.

Schließlich hatten sie ebenso wie ihr Gegner, der Deutsche Meister HSV Handball Hamburg, den 3033 Fans einen äußerst unterhaltsamen Abend beschert. Die HSG hatte alles bestens für einen hervorragenden Handballabend vorbereitet. Nachdem die Teams von Kindern aufs Parkett begleitet worden waren, ließen sich die Hamburger jedoch nicht lange bitten.

Während die Gütersloher verständlicherweise nervös ins Spiel starteten, den Ball im Angriff nicht lange genug in ihren Reihen halten konnten und zudem immer wieder an „Krake“ Johannes Bitter im HSV-Tor scheiterten, spielten die Gäste zwar mit angezogener Handbremse, netzten aber in dem ungleichen Duell unaufhaltsam ein. So langsam wurde es ruhiger in der Seidenstickerhalle.

Den ersten Gütersloher Treffer des Abends erzielte Florian Haubrock in der fünften Minute zum 1:5. Aber erst nach einer Auszeit von Trainer Matthias Wieling beim Zwischenstand von 1:9 in der neunten Minute fand der Oberligst gegen den Deutschen Meister besser ins Spiel. Allmählich legten die Dalkestädter ihren Respekt vor den Hanseaten ab. Nun riskierten sie Fouls oder schossen die Bälle auf Hamburgs Deckungsverband, um im Ballbesitz zu bleiben. Der Lohn folgte prompt, die HSG hielt nun Mitte der ersten Halbzeit besser mit.

Ihr Ziel, mit einer 20:40-Niederlage aus der Partie zu gehen, hatten die Gütersloher beim 12:25-Pausenstand noch nicht ganz aus den Augen verloren. Obwohl Hamburgs Trainer Per Carlén bereits im ersten Durchgang alle Profis gegen die Gütersloher Amateure eingesetzt hatte. Nach 44:20 Minuten war dann ein Teilerfolg geschafft: Benjamin Zöllner verwandelte zum 20:34. Mit ein Grund, weshalb die Wieling-Sieben nun deutlich gelöster wirkte.

Und auch der HSV ließ es mit zunehmender Spieldauer lockerer angehen, nahm bei eigenen Angriffen schon mal Torwart Johannes Bitter vom Parkett und brachte dafür einen siebten Feldspieler. Und als hätte sie den Wunsch von HSG-Trainer Matthias Wieling gehört, ließ es Hamburgs Angriffsmaschinerie in der Schlussphase langsamer angehen.

Stehend applaudierten die mehr als 3000 Fans in der Seidenstickerhalle in den letzten Spielminuten und dankten so beiden Mannschaften für den gelungenen Abend.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.