Julian Hesse ärgert sich über zwei verlorene Punkte



In seinem ersten Heimspiel der neuen Saison ist Fußball-Oberligist FC Gütersloh nicht über ein 0:0 gegen den TuS Haltern hinausgekommen.

Offensivaktionen hatten Matthias Haeder (r.) und der FC Gütersloh bei der Heimpremiere gegen den TuS Haltern, hier mit Maurice Temme, reichlich. Aber das Hesse-Team ging nicht zielstrebig genug zur Sache. Foto: Dünhölter

Gütersloh (de) - „Noch ist die Meisterschaft nicht verloren.“ Hans-Hermann Kirschner, Vorstandsmitglied des Fußball-Oberligisten FC Gütersloh, nahm das 0:0 gegen den TuS Haltern mit einer Prise Humor. Der Frust bei allen FCG-Verantwortlichen über den Ausgang der Partie war gut zu spüren. 

Dabei ging es eigentlich gut los für die Gastgeber vor 735 Zuschauern im Heidewald. Bereits in der dritten Minute prüfte Nick Flock die Stabilität des Pfostens, beim Abpraller kam Mittelstürmer Matthias Haeder einen Schritt zu spät. Zahlreiche Offensivaktionen sollten folgen. Wobei auch die Gäste mitunter gefährlich vor FCG-Schlussmann Jarno Peters auftauchten. 

Sehr zum Missvergnügen von Güterslohs Trainer Julian Hesse ließ Schiedsrichter Jörn Schäfer vor allem den Gästen viel durchgehen, denn die setzten zahlreiche Foul als taktisches Mittel ein und sahen erst weit in der zweiten Halbzeit die erste Gelbe Karte. Allerdings profitierten auch die Hausherren von dieser Regelauslegung, denn Güterslohs Außenverteidiger Lars Beuckmann sah für eine Notbremse gegen David Loheider nur Gelb (56.).

Zu wenig Durchschlagskraft

Zudem verstand es der FCG gestern Nachmittag nicht, den gegnerischen Torwart verstärkt unter Druck zu setzen. Denn bereits in der 44. Minute musste Halterns Nummer eins Cedric Drobe mit Oberschenkelproblemen vom Platz. Sein Ersatzmann Ubeyd Güzel wurde zu selten geprüft. Da fand kein strammer Distanzschuss den Weg aufs Tor, zudem segelte keine Flanke von den Flügeln gefährlich in den Strafraum. 

Als Hesse Ilias Illig für die Schlussviertelstunde vom Platz nahm, wurde es über Außen noch ungefährlicher. Denn Ersatzmann Christian Will benötigte einen langen Anlauf für seine erste gute Aktion (89.). In der Nachspielzeit jubelte dann plötzlich doch noch der FCG-Anhang, als der Ball nach einer Manstein-Ecke im Netz zappelte. Torwart Güzel hatte den Ball nicht festhalten können, doch vor Sinan Aygüns Schuss soll er behindert worden sein, Schäfer gab den vermeintlichen Siegtreffer nicht. 

„Das fühlt sich gerade wie zwei verlorene Punkte an“, grummelte Julian Hesse auf der Pressekonferenz im schmucken Vereinsheim. „Wir sorgen selber dafür, dass wir heute keine drei Punkte bekommen haben, immerhin hatten wir vier bis fünf Hochkaräter. Aber die Ungenauigkeiten im letzten Drittel waren zu groß.“

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