Junge Victoria-Wilde wieder im Fokus


Fußball-Oberligist Victoria Clarholz klagt über Personalprobleme. Das ist besonders gravierend, weil der nächste Gegner ein potentieller Punktelieferant ist.

Andrej Dreichel (r.) ist einer der erfahrenen Clarholzer, dessen Führungsqualitäten nun besonders gefragt sind. Foto: Rollié

Herzebrock-Clarholz (rol) - Selbst kein Tor erzielt, bereits sechs in bisher einem Spiel kassiert. Victoria Clarholz’ nächster Gegner SG Finnentrop Bamenohl ist in Anbetracht der nackten Zahlen nicht gerade furchteinflößend. Victoria-Trainer Christopher Hankemeier lässt sich davon vor dem Heimspiel am Sonntag (12. September, 15 Uhr) aber nicht blenden. Schließlich war der Auftaktgegner der Sauerländer kein Geringerer als der Titelfavorit 1. FC Kaan-Marienborn, der sich zur neuen Saison mit drei Ex-Profis in Stellung gebracht hat. „Gegen die Mannschaft kann man schon mal verlieren“, sagt Hankemeier nüchtern und völlig zutreffend.

Kader ähnlich wie in der Vorwoche

 Er selbst muss weiterhin seiner jungen Garde vertrauen. Laut Hankemeier „wird der Kader ähnlich aussehen wie am vergangenen Wochenende“. In Aplerbeck waren sechs seiner elf Startelfspieler erst um die 20 Jahre alt. „Ein bisschen Erfahrung würde uns schon guttun“, betont der TSV-Verantwortliche, lobt aber zugleich seine jungen Wilden. „Eigentlich haben wir in den bis jetzt zwei Spielen nicht so viel verkehrt gemacht“, fasst er seine Eindrücke zusammen. Dennoch ging sein Team bislang leer aus. 

Gegner auf Augenhöhe

Finnentrop Bamenohl sei ähnlich einzuschätzen wie seine eigene Mannschaft. „Wir wir kommen die aus dem Kollektiv. Das ist eine solide Truppe. Einen überragenden Spieler haben sie nicht“, lautet Hankemeiers Urteil nach der Gegneranalyse. Besonders wichtig sei es, hellwach zu bleiben, denn „jede Situation kann in der Oberliga entscheidend sein“.

Clarholzer Weg derzeit steinig

 Deswegen ist der „Clarholzer Weg“ im Moment besonders steinig. Die Talente aus den eigenen Reihen und die jungen Zugänge aus der Region, die ihn beschreiten, müssen sehr früh Verantwortung übernehmen. Besserung ist in Sicht. Marco Pollmann könne wieder trainieren, teilt Hankemeier mit. In 14 Tagen nach der Mammutaufgabe auswärts bei Kaan-Marienborn und dem spielfreien Wochenende können vermutlich viele der unter muskulären Problemen leidenden Routiniers mit ins Rad greifen. 

Wohl noch länger müssen sich die Verteidiger Jannes Kohlmeyer und Julian Linnemann bis zu ihrem Comeback gedulden.

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