Kaldewei  läuft Konkurrenz in Druffel davon



Rietberg-Druffel (rast) - Man muss ihn einfach mögen – den Volkslauf in Druffel. „Es ist so schön knuffig hier“, war auch Radio-Gütersloh-Moderator Helmut Delker erneut von seinem Lieblingslauf fasziniert. Selbst in ihrer 10. Auflage hat die Veranstaltung nichts von ihrer Anziehungskraft verloren.

Trotz starker Konkurrenzveranstaltungen im Umfeld fanden erneut rund 240 Teilnehmer den Weg in Rietbergs kleinsten Ortsteil. Die zehn Kilometer dominierte Philipp Kaldewei vom LV Oelde in 32:28 Minuten. Murat Bozduman, der sich im vergangenen Jahr den Sieg mit Roland Przybilla teilte, landete mit 34:33 Minuten auf dem zweiten Rang. Im Vorjahr hatte ihm die beinahe identische Zeit für den Sieg gereicht.

Während Bozduman weniger gut mit dem nasskalten Wetter zurechtkam, fühlte sich Fünf-Kilometer-Sieger Sebastian Janta vom Pflüger Tri-Team pudelwohl. „Frische Luft, nicht so stickig“, hatte er die Strecke in 18:09 Minuten unter die Füße genommen und damit seinen Sieg von 2010 wiederholt.

Gut unterwegs war auch Steffi Vergin. Güterslohs schnellste Postbotin dominierte unangefochten die fünf Kilometer in 21:17 Minuten. „Das war in Ordnung. Eigentlich war ich ja nur zum Auslaufen hier“, hatte Vergin am Samstag noch den zweiten Platz beim Bielefelder Halbmarathon in 1:30 Stunden errungen. Lediglich der starken Stefanie Schadt musste sie sich dort geschlagen geben.

Nicht geschlagen geben musste sich Claudia Reimering. „Das ist mein zweiter Sieg überhaupt. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll“, jubelte die Gütersloherin nach 42:35 Minuten über zehn Kilometer. Seit drei Jahren läuft die ambitionierte 45-Jährige, die vor zwei Jahren in Brackwede in 46 Minuten ihren ersten Erfolg feierte.

Einen Sieg feierte auch Volkslauf-Organisator Hubert Wiemann mit seiner kleinen aber feinen Veranstaltung, die er seit zehn Jahren hegt und pflegt. Als Volkslauf mit 8600 Metern Distanz gegründet, erfreute sich das Druffel-Event schnell wachsender Beliebtheit. Seit drei Jahren hat sich Druffel breiter aufgestellt und die Distanzen 1200, 5000 und 10 000 Meter ins Programm aufgenommen.

Zum „Jubiläum“ schmückten Sonntag die Cheerleader aus Harsewinkel den Zieleinlauf und empfingen die Teilnehmer mit ihren silbernen Puscheln. „Ich bin sehr zufrieden“, freute sich Wiemann über den reibungslaufen Ablauf. Und wie bei jedem „großen“ Lauf zählen auch hier die persönlichen Siege. „Unter 50 Minuten“, strahlte Max Wichelmann von den Druffeler Fußballern über seinen Erfolg.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.