Mitgliederzahl gesunken, Finanzen gesund


 Corona hat auch bei der DJK Gütersloh Spuren hinterlassen: Die  Mitgliederzahl schrumpfte, nicht zuletzt aufgrund der stark reduzierten Angebote, auf 740.

Der Vorstand der DJK Gütersloh mit (v. l.) Christian Lünstroth, Peter John, Steffi Paschke, Brigitte Fedler und (hinten) Christian Randerath.

Gütersloh (cas).  Das sind 84 weniger als 2019. In dieser Statistik sind noch 74 Aktive/Passive aus Blankenhagen aufgeführt, die nach der Einstellung des Sportbetriebs beim früheren SCB vor zwei Jahren zu den „Jugendkraftlern“ gestoßen sind. Nun suchen sie wieder eine neue Heimat, somit dürfte der Mitgliederbestand bei der DJK bald die 700er-Marke unterschreiten.

Ehemalige Blankenhagener nach zwei Jahren zum GTV 

  „Unsere Gäste werden uns leider verlassen und höchstwahrscheinlich vom Gütersloher TV aufgefangen, der bereits das dortige Sportgelände nutzt“, berichtete der 1. Vorsitzende Christian Randerath im Rahmen der Jahreshauptversammlung. Der Kattenstrother Klub hatte den Sport in Blankenhagen einstellen müssen, weil die langjährige Übungsleiterin Ingrid Kowalski vor Ort nicht mehr zur Verfügung stehe, bedauerte Randerath.

 Finanziell indes hat die DJK die Corona-Zwangspause ohne Beulen überstanden. „Dem Verein geht es gut“, teilte die wiedergewählte Kassiererin Steffi Paschke in der Sporthalle der Janusz-Korczak-Gesamtschule den 20 präsenten Mitgliedern mit. Unter ihnen auch das Ehrenmitglied Reimund Horenkamp, den Christian Randerath bei der Begrüßung mit einem „Jägermeister“ überraschte.

Finanziell die schwere Zeit gut überstanden

 Steffi Paschke – wiedergewählt wurden ebenfalls die 2. Vorsitzende Brigitte Fedler sowie Geschäftsführer Peter John – konnte erfreuliche Zahlen präsentieren: 2019 gab es nur ein geringfügiges Minus von knapp 2000 Euro bei Einnahmen von rund 100 000 Euro. 2020 wurde mit einem Plus abgeschlossen: 70 000 Euro eingenommen, 64 000 ausgegeben.

 Unter die Ausgaben fiel unter anderem die überfällige Anschaffung eines neuen Bullis und eines Billardtisches. Zudem kommen die Blau-Weißen ihren Mitgliedern finanziell entgegen, indem sie den in diesem Jahr noch nicht eingezogenen Grund-Jahresbeitrag (Erwachsene 72, Jugendliche 48 Euro) halbieren. Das gelte auch für 2022, sollte es erneut zu Einschränkungen im Sportbetrieb kommen, lautete der einstimmig abgesegnete Beschluss.

Ehrenvorsitzende zahlt weiter vollen Beitrag

Ehrenvorsitzende Sigrid Bartscher zeigte sich großzügig: Sie kündigte bei der Zusammenkunft an, weiter den vollen Beitrag zahlen zu wollen. Die Hälfte davon käme der DJK in Form einer Spende zugute. „Wir können jeden Euro gebrauchen“, freut sich Christian Randerath, der schon seit 15 Jahren den Traditionsverein führt. Ebenso lange ist mit seiner Stellvertreterin Brigitte Fedler ein weiteres DJK-Urgestein im Vorstand dabei.

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