„Rote Teufel“ heizen dem SC Verl ordentlich ein



Gegen den bis dahin auswärts sieglosen 1. FC Kaiserslautern kassierte Fußball-Drittligist SC Verl am Sonntag eine 0:2-Niederlage.

Bauchlandung: Sämtliche Offensivbemühungen von Kasim Rabihic (v. l.), Vinko Sapina und Oliver Issa Schmitt blieben gegen den ehemaligen Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern wirkungslos. Der FCK feierte gestern seinen ersten Auswärtssieg der Saison. Foto: Dünhölter

Lotte/Verl (de) - Peinliche Premiere für den SC Verl: Als erste Mannschaft hat der Sportclub in dieser Drittliga-Saison eine Heim-Niederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern kassiert. Nach vier Pleiten ohne eigenes Tor auf gegnerischen Plätzen triumphierten die „Roten Teufel“ gestern Nachmittag mit 2:0 (1:0) beim Sportclub. Saisonübergreifend hatte Kaiserslautern 225 Tage auf diesen Auswärtssieg warten müssen.

„Wenn du nicht aufs Tor schießt, kannst du nicht gewinnen“, analysierte Verls Trainer Guerino Capretti die dritte Saisonniederlage. Haderte er mit seiner Abteilung Attacke, so gefiel dem Fußballlehrer zumindest „Struktur und Ballbesitz, da haben wir viel richtig gemacht“. 

Offensive ohne zündende Ideen

Eine erste Halbzeit so gar nicht nach dem Geschmack der Gastgeber erlebten die 1124 Zuschauer in Lotte. Kaiserslautern hielt sich an die Vorgabe von Trainer Marco Antwerpen, zunächst defensiv sicher zu stehen und Nadelstiche zu setzen. So zog Philipp Hercher bereits in der 11. Minute einen Aufsetzer knapp am rechten Pfosten vorbei. 

Der Sportclub hatte in der Folgezeit deutlich mehr Spielanteile als das Kellerkind aus der Pfalz. Kontrolliert ging Verl die Partie an, ließ dabei aber jegliche Torgefahr vermissen. Der so viel zitierte finale Pass fehlte. Wobei die „Roten Teufel“ ebenfalls eine offensive Harmlosigkeit ausstrahlten.

Bis zum nächsten Nadelstich in der 33. Minute. Bei einem Diagonalball von Zuck entwischte Philipp Hercher seinem Bewacher Christopher Lannert und köpfte wuchtig zum 1:0 fürs Antwerpen-Team ins lange Eck ein – Kaiserslauterns erstes Auswärtstor in dieser Saison und zudem die verdiente Pausenführung. 

Kein Aufbäumen nach der Pause

Eigentlich für motivierende Halbzeitansprachen bekannt, zeigten Caprettis Pausenworte diesmal keinerlei Wirkung. Zwar wurde die Partie munterer, allerdings drückte sich dies nur in einem klaren Chancenplus für Kaiserslautern aus. Die Gäste mussten jedoch bis zur 75. Minute warten, ehe sie sich etwas entspannter zurücklehnen durften: Nach Hercher-Zuspiel erzielte Muhamed Kiprit am kurzen Pfosten das 2:0. 

Es hätte noch schlimmer für den Sportclub kommen können. Doch Schlussmann Thiede bügelte seinen Patzer kurz vor der Mittellinie aus, indem er zurückeilte und den beim Schuss aufs leere Tor zu zögerlichen Wunderlich noch stoppte (82.). 

„Wir müssen die Situationen sauberer und klarer ausspielen und zum Abschluss bringen“, hofft Guerino Capretti auf Besserung am kommenden Samstag. Dann steht das Heimspiel gegen 1860 München auf dem Spieplan.

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