Saban Kaptan krönt starke Vorstellung mit Siegtreffer


Am zweiten Spieltag der Fußball-Regionalliga gelang dem SC Wiedenbrück mit dem 1:0-Sieg über RW Oberhausen eine erfolgreiche Heimpremiere. 

Mit dem 1:0-Siegtreffer krönte SC Wiedenbrücks Saban Kaptan (l.), hier gegen Tanju Öztürk, am Samstag seinen starken Auftritt gegen RW Oberhausen.

Rheda-Wiedenbrück (cas) - Häufig sich auf dem Boden wälzende Akteure und knallharte Zweikämpfe, die selbst Torwart Marcel Hölscher einmal nicht verschonten: Die Fußball-Regionalligisten SC Wiedenbrück und Rot-Weiß Oberhausen lieferten sich einen von beiden Seiten leidenschaftlich geführten Fight.

An dessen Ende stand ein nicht ganz unverdienter 1:0 (0:0)-Sieg der Gastgeber.

 „Schade, wir sind für unseren großen Aufwand nicht belohnt worden“, bedauerte RWO-Trainer Mike Terranova hernach. „Das war Männerfußball auf allen Ebenen, wobei die erste Halbzeit an unsere Gäste ging“, beurteilte sein Wiedenbrücker Kollege Daniel Brinkmann die kampfbetonte, superspannende Partie bei Sauna-Temperaturen. Schiedsrichter Florian Visse verhielt sich ziemlich großzügig, ließ etliche Fouls durchgehen. 

Zum Matchwinner avancierte Saban Kaptan. Ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, als eher ein Tor der Oberhausener in der Luft lag, gelang dem Routinier mit einem unhaltbaren Volleyschuss die Führung (22.) – nach Kopfballvorlage von Benedikt Zahn. Kaptan gelangen in der Folgezeit noch weitere, kleinere Geniestreiche. „Natürlich bin ich stolz auf meinen nicht alltäglichen Treffer, aber auch stolz auf die Vorstellung der gesamten Mannschaft. Sie hat heute 110 Prozent gegeben. Das war richtiger Männerfußball“, verteilte der Stürmer und Impulsgeber ein Pauschallob. 

Weitaus mehr Schwerstarbeit als die Offensive musste die Abwehr verrichten. Mehrmals kam es zu turbulenten Szenen im Strafraum der Hausherren, die der SCW mit Glück, Können, einem souveränen Hölscher und dank seiner starken Vorderleute überstand. So wie bei dem Kopfball-Pfostentreffer des Oberhausener Nico Klaß kurz vor dem Pausenpfiff. Daniel Brinkmann wollte die knappe Führung gegen starke Gäste verteidigen und stellte im zweiten Durchgang deshalb auf ein 5-4-1-System um. 

Der Plan ging auf, auch weil Außenverteidiger Leon Tia seine Seite von Beginn an dichtmachte. „Leon weiß noch gar nicht, wie stark er ist. Sonst würde er nicht mehr für uns spielen“, kommentierte Brinkmann augenzwinkernd Tias Taten. Das Zittern bis zum Abpfiff hätte sich der SCW ersparen können, doch Said Harouz und der eingewechselte Manfredas Ruzgis konnten ihre dicken Konterchancen nicht nutzen. Trotzdem: Der erste Wiedenbrücker Saisonsieg ist perfekt.

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