Stephan Achtereekte formt die TTC-Talente


Unter der Federführung von Stephan Achtereekte erlebt die Jugendabteilung  des TTC Gütersloh seit Jahren einen Aufschwung.

Noch Tennis-Teenager: Johanna Kelc (v. l.), Antonia Götz, Guilia Faal, Paula Stüker, Mariella Hemming und Lulia Mihail schlagen für den TTC Gütersloh auf.

Gütersloh (cas) - Als Stephan Achtereekte vor sechs Jahren im Stadtpark anheuerte, konnte der TTC Gütersloh schon seit längerer Zeit keine Damenmannschaft mehr stellen. „Damals gab es nur noch Breitensport beim TTC, das wollte ich ändern“, erinnert sich der gebürtige Holländer an sein ehrgeiziges Vorhaben.

Sein Engagement und seine Geduld im Nachwuchsbereich haben sich ausgezahlt: Nach drei Aufstiegen hintereinander sind die Gütersloherinnen jetzt ungeschlagen in der Bezirksliga angekommen, Und das mit einem Teenager-Team, in dem drei 13-Jährige (Guilia Faal, Antonia Götz, Paula Stüker) und eine 15-Jährige (Johanna Kelc) aufschlagen. 

Fast alle wurden schon im Kindesalter von Achtereekte betreut: Step-by-Step führte er seine talentierten Schützlinge an das Niveau erwachsener Spielerinnen heran. Die meisten Konkurrentinnen im Frauenbereich waren und sind bis zu 16 Jahre älter als die Stadtpark-Tennisküken, die schon längst flügge geworden sind. 

Das größte Talent ist zweifelsohne Guilia Faal. Inzwischen trainiert sie fünfmal die Woche in den Verbands-Leistungszentren Paderborn oder Kamen. Auch Antonia Götz und Paula Stüker gehörten der westfälischen Kaderschmiede an, sind aber wieder ausgeschieden. „Tägliches Training und Schule – das zusammen ist gerade in diesem Alter eine große Herausforderung“, zeigt Achtereekte Verständnis dafür, dass den beiden Mädchen der Stress zu groß wurde. 

Allerdings nicht für Guilia Faal, die in dieser Woche sogar an den deutschen U13-Meisterschaften in Ludwigshafen teilnimmt. Andere Klubs haben schon ihre Fühler nach dem Filzball-Juwel ausgestreckt, Guilia bleibt aber laut Achtereekte dem TTC zumindest bis 2022 erhalten. Der 61-Jährige bedauert übrigens, dass in vielen heimischen Klubs die Nachwuchsarbeit vernachlässigt wird. 

Mit der bedenklich stimmenden Folge, dass mangels Interesse keine Jugend-Kreismeisterschaften mehr stattfinden. Beim TTC jedoch legt das Trainerteam um Achtereekte, Valter Puharic und dem erst kürzlich dazu gestoßenen Sören Gnida weiter großen Wert auf die Ausbildung der rund 160 Jugendlichen. 

„Wir wollen unsere Mannschaften möglichst nur mit Akteuren aus den eigenen Reihen besetzen. Das bringt auf Dauer mehr als externe Verpflichtungen“, umreißt Stephan Achtereekte die Philosophie des Vereins, hinter der auch die Jugendwartin Simone Wickord steht.

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