Touray gelingt in Minute 86 SCW-Siegtreffer


Aachen (rol) - Fußball-Regionalligist Wiedenbrück hat am Freitagabend den Tivoli gestürmt und dank des späten Tores von Ousman Touray zum 0:1  (86. Minute) Alemannia Aachen noch tiefer in die Krise gestürzt. Der ehemalige Bundesligist aus der Kaiserstadt ist bis auf Platz 18 durchgereicht worden. 

Nachdem Ousman Touray kurz vor Ende für Wiedenbrück getroffen hatte, gab‘s auf Seiten der Emsstädter kein Halten mehr. Foto: Bremehr

Wesentlich erfreulicher ist die Situation für den SC Wiedenbrück. Die Elf von Trainer Daniel Brinkmann ist zumindest vorläufig punktgleich mit dem Tabellenzweiten 1. FC Köln II. „Deswegen ändern wir jetzt aber nicht unser Saisonziel“, flachste SCW-Trainer Daniel Brinkmann. Das lautet natürlich noch immer Klassenerhalt. Eine Bestmarke gab’s als Zugabe obendrauf. Zuvor hatten die Emsstädter noch nie vier Regionalliga-Siege in Serie gefeiert. 

Vorbereiter und Torschütze eingewechselt

Der 22 Jahre alte Gambier Ousman Touray, der von Preußen Münster an die Rietberger Straße gekommen war, verwertete eine Linksflanke von Fabi Brosowski. Vorbereiter und Torschütze waren erst im Verlauf der zweiten Halbzeit eingewechselt worden. Mit seinem Treffer, der beinahe wie ein Eigentor wirkte, versetzte Touray die Alemannia-Fans unter den 4010 Zuschauern kurzzeitig in eine Schockstarre. Nach dem Schlusspfiff des vor dem Seitenwechsel ausgeglichenen Spiels spendeten die Alemannia-Anhänger ihrer engagierten Mannschaft aber mit gutem Grund Trost. 

„Zur Pause war das Unentschieden gerecht“, lautete Daniel Brinkmanns Einschätzung zum ersten Abschnitt. Die Mannschaften hätten sich auf „hochklassigem Niveau neutralisiert“. Chancen gab es anfangs hüben wie drüben. Gleich in der ersten Minute verpasste Jannik Mause knapp Aachens 1:0, ehe auf der Gegenseite Benedikt Zahn (6.) eine gute Möglichkeit ausließ. Vier Minuten darauf segelte ein Freistoß von Christian Gartner ans Aluminium des SCW-Kastens, bevor nochmals Zahn (12.) den Führungstreffer für die Gäste auf dem Fuß hatte. 

Nach der Pause hat SCW alles unter Kontrolle

Nach Wiederanpfiff änderte sich das Bild. „In der zweiten Halbzeit haben wir die totale Kontrolle gehabt“, sprach Brinkmann seinem Team ein dickes Lob aus. Der Verantwortliche hatte im Vergleich zum zurückliegenden Spiel gegen Bonn zunächst Lukas Demming und Fabian Brosowski auf die Bank beordert und dafür Hendrik Lohmar und Niklas Szeleschus in die Startelf berufen. 

In der 89. Minute durfte dann auch Routinier Oli Zech ran, der nach seinem Fingerbruch mithalf, den Vorsprung über die Zeit zu retten.

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